Gutachten-Pfusch beim Autokauf: Totaler Schrott – trotz frischem „TÜV“

Dekra-Sachverständiger will von dieser Durchrostung nichts gesehen haben.

Anette Meeuwsen ist stinksauer. Erstens auf den Mann, der ihr den „Schrotthaufen“ verkauft hat. Noch mehr aber auf den Sachverständigen der Dekra, der dem Fahrzeug lediglich „geringe Mängel“ attestiert hatte. „Ob der überhaupt hingeschaut hat?“, fragt sich die 46-jährige pharmazeutische Angestellte.

Die Geschichte beginnt Ende Juni, als Anette Meeuwsen bei Ebay-Kleinanzeigen einen 15 Jahre alten Mazda MX-5 entdeckt. „Der Verkäufer – Kreditspezialist einer Hamburger Bank – machte einen seriösen Eindruck“, sagt sie. „Auch der Wagen sah gut aus. Wir haben uns darauf geeinigt, dass er das Auto vor Kaufabschluss noch durch die Hauptuntersuchung (HU) bringt.“

Sven S. (Name geändert), wählte für die HU eine Kfz-Werkstatt ganz bei ihm in der Nähe in Borgfelde. Dort fand sich dann am 27. Juni ein Sachverständiger der Dekra ein. Er begutachtete das Fahrzeug und stellte dabei lediglich „geringe Mängel“ fest. So geht es jedenfalls aus seinem Bericht hervor. Unter anderem heißt es da: „Bodengruppe örtlich angerostet.“ Also nichts Gravierendes. Schließlich klebte er die HU-Plakette aufs Kennzeichen.

„Ich dachte, ich kann mich auf solch eine Expertise verlassen“, so Anette Meeuwsen. „Nach wenigen Tagen hörte ich dann plötzlich seltsame...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo