Gustavo Gusto gegen Wagner, Oetker und Discounter-Ware: Wir haben fünf Salami-Pizzen aus dem Tiefkühlregal getestet und verraten, welche die beste ist

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Unsere fünf Salami-Pizzen im Test.
Unsere fünf Salami-Pizzen im Test.

Die Pizza gehört zu den Lieblingsgerichten der Deutschen. Mit ihr macht man beim lokalen Italiener nie etwas falsch und wer keine Lust auf einen Restaurantbesuch hat, kann sie auch einfach selbst zu Hause zubereiten. Die kostengünstigste und schnellste Variante findet sich jedoch in den Tiefkühltruhen der Discounter und Supermärkte wieder. Ab in den Backofen und genießen – eine Tiefkühlpizza ist einfach gemacht. Am liebsten wird hierzulande die klassische Salami-Pizza verspeist. Doch wer vor der Kühltruhe steht, kann bei dem breiten Angebot schon mal überfordert werden. Wir haben daher fünf Salami-Pizzen getestet und verraten euch, welche die leckerste ist und bei welcher ihr das beste Preis-Leistungs-Verhältnis habt.

Der Klassiker von Dr. Oetker

Gestartet haben wir mit einem echten Klassiker im Kühlregal: der Salami-Pizza von Dr. Oetker. Für 2,49 Euro bekommt man hier im Supermarkt 320 Gramm des traditionellen Gerichts mit insgesamt 842 Kilokalorien. Zutaten: passierte Tomaten, Mozzarella und Edamer sowie Salami aus Schweinefleisch und Speck.

Die Salami-Pizza von Dr. Oetker.
Die Salami-Pizza von Dr. Oetker.

Aus dem Karton ausgepackt fällt auf: Hier wird viel mit Tomatensoße gearbeitet. Der Käse ist trotzdem gleichmäßig auf der Pizza verteilt und kommt zumindest auf den ersten Blick nicht zu kurz. Nach vorgeheiztem Backofen und zwölf Minuten bei 200 Grad und Umluft liegt die fertige Pizza dann auf dem Teller. Nach dem ersten Bissen wirkt der Teig solide, könnte jedoch noch etwas knuspriger sein. Wer besonders auf den Salami- und Tomatengeschmack bei einer Pizza steht, kommt hier ebenfalls auf seine Kosten. Vom Käse bleibt jedoch nicht viel im Gaumen übrig, was den Gesamteindruck etwas schmälert.

Steinofen-Pizza von Wagner

Das direkte Pendant zur Salami-Pizza von Dr. Oetker stellt die Original Wagner Steinofen Pizza dar. Für ebenfalls 2,49 Euro werden auf der Verpackung ein knuspriger Boden und Rand sowie hochwertige Zutaten versprochen. Im Gegensatz zur Pizza von Dr. Oetker kommen bei Wagner Schältomaten und nur Edamer als Käse zum Einsatz. Die Salami besteht wie bei der Konkurrenz aus Schweinefleisch und Speck. Bei gleicher Größe besitzt die Wagner-Pizza jedoch mit 812 Kilokalorien etwas weniger Brennwert.

Die Salami-Pizza von Wagner.
Die Salami-Pizza von Wagner.

Rein optisch macht die Salami-Pizza von Wagner schon etwas mehr her. Auch fällt auf, dass hier besser gewürzt wurde und mehr Käse auf der Pizza verteilt ist. Nach erneut zwölf Minuten bei 200 Grad und Umluft im Backofen ist dann auch diese Pizza fertig. Der Rand ist schön knusprig, der Teig jedoch etwas zu trocken. Dafür schmeckt die Salami frischer und macht den faden Teig-Geschmack wieder wett. Ein weiterer Pluspunkt: Wagner wirbt mit dem Anbau und der Unterstützung nachhaltiger Zutaten. Das Papier der Verpackung ist dabei zu 99 Prozent und das Plastik zu 100 Prozent recyclebar.

Günstig gleich gut? Die Salami-Pizza von Ja!

Wer möglichst viele Pizzen für sein Geld haben möchte, greift zu der billigeren TK-Variante von Ja!. Hier bekommt man für 2,79 Euro nämlich nicht nur eine, sondern sogar drei Salami-Pizzen. Diese fallen zwar etwas kleiner, aber dafür auch kompakter aus. Während die Salami genau wie bei der Konkurrenz aus Schweinefleisch und Speck besteht, findet sich bei der Ja!-Pizza Tomatenpüree und Edamer als Käse wieder.

Die Salami-Pizza von JA.
Die Salami-Pizza von JA.

Ausgepackt ist sofort zu sehen, dass die Salamis hier ebenfalls kleiner ausfallen. Außerdem ist auf der günstigeren Pizza wesentlich weniger Käse verteilt. Fertig gebacken ist die Pizza auch weiterhin optisch nicht sonderlich ansprechend. Und auch der Geschmack überzeugt im Vergleich eher weniger. Der Teig ist außen zwar relativ knusprig, doch im Inneren sehr weich und fad. Hier schmeckt man definitiv heraus, dass es sich um Fertigessen handelt. Auch die Salami ist sehr trocken und fügt wenig Geschmack zur Pizza bei. Hier bestätigt sich mal wieder: Günstig heißt nicht automatisch gut.

Gute Pizza für wenig Geld: Die Salami-Pizza von Pizza'AH

Dass es auch anders geht, zeigt die Salami-Pizza von Pizza'AH. Hier erhält man für 2,49 Euro zwar eine Pizza weniger als bei Ja!, doch dafür den besseren Geschmack. Bis auf den Käse, der hier neben Edamer auch schnittfesten Mozzarella enthält, ähneln sich Zutaten und Zubereitung.

Die günstige Salami-Pizza von Pizza'AH.
Die günstige Salami-Pizza von Pizza'AH.

Doch direkt auf den ersten Blick fällt auf, dass das Verhältnis zwischen Tomate und Käse besser ist. Nach dem Backen bestätigt sich der gute Eindruck. Der Teig schmeckt gut und auch der Rand ist schön knusprig. Die Salami ist ebenfalls etwas trocken, dafür jedoch besser gewürzt, wodurch die Variante von Pizza'AH den direkten Vergleich mit der Ja!-Pizza gewinnt.

Gustavo Gusto

Der große Favorit bei unserem Test stammt aus dem Hause Gustavo Gusto. Daraus macht auch der Hersteller keinen Hehl. Geworben wird mit Salami vom Rind und einer traditionellen, von Hand geformten und laktosefreien Fertigpizza mit besonders hoher Qualität. Diese Qualität hat auch ihren Preis. Mit 3,99 Euro ist die TK-Pizza von Gustavo Gusto die teuerste in unserem Test. Dafür ist sie jedoch auch die mit Abstand größte und schlägt mit 1053 Kilokalorien zu Buche.

Hergestellt wird die Pizza demnach nach original italienischem Rezept. Der Teig besitzt eine besonders lange Reifezeit, wodurch der Boden sehr dünn ist und einen besonderen Geschmack haben soll. Des Weiteren wirbt Gustavo Gusto mit hochwertigen regionalen Zutaten und nutzt keine Geschmacksverstärker. Der nächste Unterschied im Vergleich zur Konkurrenz: Die Pizza muss zuerst 20 Minuten lang antauen und soll dann im vorgeheizten Ofen bei 250 Grad und Ober-/Unterhitze sechs bis zehn Minuten gebacken werden. Verwendet werden neben der Rindersalami normale Tomatensoße und schnittfester Mozzarella als Käse.

Die Salami-Pizza von Gustavo Gusto.
Die Salami-Pizza von Gustavo Gusto.

Geschmacklich hält die Pizza, was sie verspricht. Vor allem der Teig sticht hervor und kommt tatsächlich an eine Pizza aus dem Restaurant heran. Der Käse und die Tomatensoße reißen keine Bäume aus, tragen jedoch zum guten Gesamteindruck bei. Und auch die Rindersalami schmeckt besser als jede andere in unserem Test.

Fazit

Wo gibt es denn also nun die beste TK-Salami-Pizza? Wer auch zu Hause sich wie beim Italiener fühlen möchte, greift zur Variante von Gustavo Gusto. Hier gibt es den besten Geschmack, wenn auch zum höchsten Preis. Im mittleren Preissegment hat die Pizza von Wagner am meisten überzeugt. Wer gleich mehrere Pizzen auf einmal will und dabei möglichst wenig ausgeben möchte, sollte zur Salami-Pizza von Pizza'AH greifen.

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