Gurte locker bei Kwjat: FIA stellt keinen Regelverstoß fest

Stefan Ehlen
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Zehn Runden vor Schluss im Portugal-Grand-Prix in Portimao: AlphaTauri-Fahrer Daniil Kwjat wendet sich mit einem Funkspruch an sein Team und meldet, seine Gurte seien "schon wieder offen" und so sei das Fahren "nicht sicher". Die Reaktion: Kwjat solle auf der Strecke bleiben und das Rennen zu Ende bringen. Genau das hat er getan.

Warum aber hat der Automobil-Weltverband (FIA) hier keine Strafe ausgesprochen? Formel-1-Rennleiter Michael Masi erklärt, es habe zumindest eine "Diskussion" dazu gegeben.

"Dabei und bei unseren Untersuchungen haben wir festgestellt, dass sich seine Gurte eben nicht gelöst hatten. Ja, sie sind ein bisschen locker geworden, und das Team hat Maßnahmen ergriffen, um das zu verhindern. Das ist alles", so Masi.

Das ist entspricht auch dem Wissensstand von Kwjat, der ergänzt: "Unser Team hat sich damit befasst und die Sache verstanden. Wir haben es analysiert und berichtigt. Es wird jetzt nicht erneut passieren."

Es sei "keine so tolle Situation" gewesen, räumt Kwjat ein. "Wir haben das Problem aber aus der Welt geschafft. Das gibt es jetzt also nicht mehr."

Tatsächlich hatte auch Ferrari-Fahrer Charles Leclerc in der Formel-1-Saison 2020 schon mit einem losen Gurt gekämpft: Beim Spanien-Grand-Prix in Barcelona hatte er nach einem Dreher die Gurte gelöst, ehe er doch weiterfuhr. Erst zwei Runden später fuhr er an die Box, wo die Mechaniker die Gurte neu festzogen, dann gab Leclerc auf, ebenfalls ohne Strafe.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.