Günstige Waschmaschinen im Test

Sandra Alter
Freiberufliche Journalistin
(Bild: gettyimages)

Gute Waschmaschinen müssen keine vierstelligen Beträge kosten. Stiftung Warentest schickte 16 Modelle zwischen 290 Euro und 860 Euro zum Härtetest ins Prüflabor. Der überwiegende Teil schnitt mit dem Qualitätsurteil „Gut“ ab.

Waschmaschinen müssen ihre Arbeit im Haushalt gründlich und zuverlässig erledigen. Ebenso gründlich und zuverlässig überprüft Stiftung Warentest Haushaltsgeräte. Für den Waschmaschinentest mussten die Modelle ganze Arbeit leisten. Ihr Können untersuchten die Tester sowohl bei halber, als auch bei maximaler Beladung in verschiedenen Waschprogrammen.

Drei Waschmaschinen von jedem Fabrikat wuschen jeweils 1.840 Mal in verschiedenen Programmen, mit kleinen Ruhepausen rund um die Uhr. In die Waschtrommel steckten die Tester robuste Arbeitsanzüge. Insgesamt nimmt diese Dauerprüfung ein halbes Jahr in Anspruch. Weitere Prüfpunkte sind die Handhabung und Umwelteigenschaften sowie der Check des Wasserstoppsystems und des Auslaufschutzes.

Waschmaschinen werden von Stiftung Warentest in regelmäßigen Abständen überprüft. In der Datenbank finden sich bereits 88 Modelle. Die 16 neu geprüften erbrachten fast alle eine „gute“ Leistung – die Noten reichen von 1,6 bis 2,3.

Die Besten

Das Siegertreppchen teilen sich Bosch, Miele und Siemens. Den ersten Platz machte die Bosch (WAW28570) für 660 Euro. Nur jeweils eine Zehntelnote schlechter schnitten die Miele (WDB030 WPS Eco) für 860 Euro und die Siemens (WM14W490) für 765 Euro ab. „Bosch und Siemens waschen top, schleudern leise und fassen acht Kilogramm“, so Stiftung Warentest. Das ebenbürtige Modell von Miele hat ein Fassungsvermögen von sieben Kilo.

Die günstigste „Gute“ kommt von Constructa (CWF14N00), es ist eine Sechs-Kilo Maschine. Sie schnitt im Test mit der Qualitätsurteilsnote 1,9 ab (Platz 5) und ist zum durchschnittlichen Preis von 420 Euro zu haben. Bei den Betriebskosten, die Stiftung Warentest auf zehn Jahre gesehen für alle Geräte ermittelte, gehört die Constructa mit 465 Euro sogar zu den günstigsten. Der Testsieger von Bosch liegt bei 520 Euro, Miele bei 480 Euro und die Maschine von Siemens bei 500 Euro.

Zwei „befriedigend“, eine „ausreichend“

Lediglich zwei Maschinen von Panasonic und Beko schnitten mit „Befriedigend“ ab. Die mit 290 Euro günstigste Maschine im Test, die Amica WA 14662W, nur mit einem „Ausreichend“. Die Amica konnte sowohl in der Dauerprüfung nicht recht überzeugen und schnitt auch bei der Prüfung auf die Umwelteigenschaften und den Schutz vor Wasserschäden nur mit „Ausreichend“ ab.

In einer der drei Panasonic-Maschinen fiel im ersten Viertel des Tests der Motor aus. „Wir bauten einen neuen ein. Wenig später riss ein Antriebsriemen. Möglicherweise handelte es sich um ein Montagsgerät. Die beiden übrigen Maschinen beendeten den Test ohne Schaden“, so die Verbraucherschützer. Kunden sollten dennoch gut überlegen, ob es ein Modell von diesem Hersteller sein soll. Denn Panasonic hat inzwischen angekündigt, den Vertrieb von Waschmaschinen in Europa einzustellen.

Den vollständigen Testbericht von Stiftung Warentest zum Thema „Waschmaschinen“ sowie eine Datenbank mit allen bisher getesteten Modellen finden Sie hier (kostenpflichtig). 

Lesen Sie auch:

Bestes aus dem Supermarkt: Die elektrischen Zahnbürsten sind top!

Türschlösser: Bei diesen Modellen haben es Einbrechern schwer

Matratzen im Test: Die teuerste ist am schlechtesten

Stiftung Warentest und ADAC warnen: Diese Autokindersitze sind lebensgefährlich!

Stiftung Warentest: Die besten Fahrradschlösser

Schadstoffe in Kinderwagen: Buh – auch für Bugaboo

Saugroboter im Test

Kaffeevollautomaten im Test

Testsieger: Die besten LED-Lampen

Große Qualitätsunterschiede bei E-Bikes

Energiebündel fürs Smartphone

Im Test: Mixer – viele versagen im Dauertest