Warum Guardiola gerne Profis bei diesem Kult-Klub parkt

Warum Guardiola gerne Profis bei diesem Kult-Klub parkt
Warum Guardiola gerne Profis bei diesem Kult-Klub parkt

Nach drei Jahren ist der katalanische Klub FC Girona wieder zurück in der spanischen Elite-Liga.

Im Playoff-Finale setzten sich die „Albirrojos“ gegen CD Teneriffa durch und erkämpften sich das letzte verbliebene Ticket für La Liga. Bereits zuvor auf direktem Wege aufgestiegen waren Real Valladolid und UD Almeria.

Girona gelang der Sprung in La Liga erstmals 2017, musste 2019 aber selbige wieder verlassen. Dass der Kult-Klub in Katalonien 2017 überhaupt aufsteigen konnte, ist der Familie Guardiola zu verdanken - denn der Klub hat eine bewegte Geschichte.

Guardiola wendet Insolvenz ab

Gironas Ex-Präsident, der Rohstoffhändler Josep Delgado, wurde 2015 von Europol gesucht und ist inzwischen sogar verhaftet.

In jener Zeit drohte dem Klub die Insolvenz. Doch Pere Guardiola, der jüngere Bruder von ManCity-Trainer Pep, präsentierte plötzlich zwei französische TV-Manager, die den Verein übernahmen.

Sie traten nie in Erscheinung und veräußerten ihre Anteile zu einem unbekannten Preis.

Nach dem erstmaligen Aufstieg 2017 wurde klar: Der FC Girona bekommt neue Besitzer. 88,6 Prozent der Vereinsaktien wanderten zu je gleichen Teilen ins Portfolio der City Football Group (CFG) und der zu diesem Zweck etablierten Girona Football Group des Fußballvermittlers Pere Guardiola.

Die Verhandlungen begannen schon 2016, wie der Klub bestätigte, also zu Zweitligazeiten, womit es sich für City und Guardiola um ein echtes Schnäppchen gehandelt haben dürfte.

Der City Football Group, die Eigentum des Scheichs von Abu Dhabi Mansour Bin Zayed Al Nahyan ist, gehören neben Manchester City unter anderem noch der MLS-Klub New York City und der australische Erstligist Melbourne City.

Girona wird zum Farmteam

Schnell wurde klar: Der FC Girona sollte ein Farmteam der CFG werden, die Spieler für das vereinsinterne Imperium aus- und weiterbilden. Pep Guardiola nutzte den FC Girona, um die eigenen Talente auszuprobieren. (NEWS: Alle aktuellen Infos zu La Liga)

In Douglas Luiz, Aleix Garcia und Pablo Maffeo befanden sich in der ersten La Liga-Saison gleich drei Leihspieler von Manchester City im Kader von Girona, die 20 Jahre oder jünger waren. Alle hatten regelmäßige Einsätze, Maffeo war sogar unumstrittener Stammspieler.

Für den FC Girona war das ein lohnendes Geschäft: Sie bekamen Spieler, die sie ansonsten nie hätten finanzieren können.

City parkt Spieler beim FC Girona

Manchester City hatte Luiz zum Beispiel für zwölf Millionen Euro aus Brasilien verpflichtet, um ihn danach direkt beim FC Girona zu parken. Viele weitere Leihgeschäfte dieser Art sollten folgen.

2019 folgte dann doch wieder der Abstieg aus der ersten spanischen Liga. Das Projekt, welches vielen Fußballromantikern ein Dorn im Auge ist, schien gescheitert.

Doch nach drei Jahren in der Zweitklassigkeit können die Katalanen wieder den Aufstieg in La Liga feiern - auch aufgrund des heutigen Vorstandsvorsitzenden Pere Guardiola.

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