Guardiola wegen gelber Schleife zu Geldstrafe verurteilt

Pep Guardiola ist vom englischen Fußballverband zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Der 47-Jährige Stratrainer muss 20.000 Pfund zahlen, weil er eine gelbe Schleife als Zeichen der Solidarität mit inhaftierten katalanischen Aktivisten trug

Der spanische Startrainer Pep Guardiola ist vom englischen Fußballverband wegen seiner öffentlichen Parteinahme für Unabhängigkeitsbefürworter in Katalonien zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Der 47-Jährige muss 20.000 Pfund (22.500 Euro) zahlen, weil er bei mehreren Spielen eine gelbe Schleife als Zeichen der Solidarität mit inhaftierten katalanischen Politikern an seiner Kleidung trug, wie die Football Association am Freitag mitteilte.

Der Coach von Tabellenführer Manchester City habe damit gegen die Verbandsregeln verstoßen, die das Tragen politischer Symbole an der Seitenlinie verbieten. Der ehemalige Trainer des FC Bayern München hatte bereits am Dienstag angekündigt, dass er das Urteil des Verbands akzeptieren werde.

Zugleich kündigte er an, die gelbe Schleife vor und nach den Spielen weiter zu tragen, etwa bei Pressekonferenzen. Dies verstößt nicht gegen die Regeln der FA. Auch bei Spielen in der Champions League ist dies laut den Regularien der Uefa nicht verboten.

Der Katalane ist ein entschiedener Befürworter der Unabhängigkeitsbestrebungen in seiner Heimatregion. Die gelbe Schleife betrachtet er nach eigenen Angaben aber nicht als politisches Symbol, sondern als humanitäre Botschaft gegen die ungerechte Inhaftierung von Menschen.