Guardiola oder Tuchel? Wer schnappt sich den Henkelpott?

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Guardiola oder Tuchel? Wer schnappt sich den Henkelpott?
Guardiola oder Tuchel? Wer schnappt sich den Henkelpott?

Die Saison des europäischen Vereinsfußballs neigt sich dem Ende zu. Und was steht noch an? Das wohl größte und beliebteste Fußballereignis neben EM und WM - das Champions-League-Finale. Manchester City empfängt im Estádio do Dragao in Porto den FC Chelsea.

In diesem Jahr stehen sich also zwei englische Teams gegenüber - und dies ist auch das ziemlich Einzige, was die beiden Mannschaften gleich haben. Denn in ihren Spielweisen können die Teams von Pep Guardiola und Thomas Tuchel kaum unterschiedlicher sein.

Champions League heute: Manchester City gegen den FC Chelsea

City-Trainer Guardiola erwartet ein enges Spiel. "Ich bin ziemlich sicher, dass wir leiden müssen, um das Finale zu gewinnen", sagte der Katalane. ""In den meisten Finals muss man sich an die schlechten Momente anpassen. Am Ende müssen wir uns treu bleiben und ein gutes Spiel machen."

Die Citizens mögen es, hoch zu pressen, die Blues sind Meister darin, gegnerisches Pressing auszuhebeln - sie ergänzen sich also perfekt, weswegen logisch gesehen ein Offensivspektakel erwartet werden könnte. Wäre da bloß nicht dieses "könnte" am Ende.

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Chelsea liebt es aus der Tiefe über die Schnelligkeit von Timo Werner, Mason Mount und Christian Pulisic zu kommen - City wiederum buchtet seine Gegenspieler im eigenen Sechzehner ein und sucht Kevin De Bruyne, Phil Foden und Riyad Mahrez nach spielerischen Lösungen. (Das ist Chelseas größte Chance gegen Man City)

Aufgrund dieser verschiedenen aber klaren Vorgaben der beiden Trainer ist das Spiel auch zeitgleich ein detailversessenes Trainerduell, welches darauf aus ist, keine Fehler zuzulassen und dem Gegner damit keine Tor-Einladungen zu verschenken.

Guardiola gegen Tuchel

Das Duell heißt also nicht nur City gegen Chelsea, sondern auch Guardiola gegen Tuchel. Beide Trainer sind für ihre Detailversessenheit bekannt - jedoch in der taktischen Spielweise sehr unterschiedlich. Während Guardiola ständig nach neuen Offensivlösungen sucht, macht dies Tuchel zeitgleich auch, allerdings mit dem Ziel, vorrangig defensiv gut organisiert zu sein.

Gleichzeitig ist das CL-Finale auch ein Duell deutscher EM-Teilnehmer. Ilkay Gündogan auf der einen Seite, Werner, Kai Havertz und Antonio Rüdiger auf der anderen.

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Seit Tuchel da ist, ist Chelsea ein sehr unangenehm zu bespielender Gegner geworden. Guardiola durfte dies bereits im Halbfinale des FA Cups am eigenen Leib erfahren, als City gefühlt über die gesamten 90 Minuten den Ball hatte, sich aber an der besagten defensiven Organisation Chelseas die Zähne ausbiss.

Taktik-Spektakel

Auch das vergangene Aufeinandertreffen in der Liga am 8. Mai endete so: City dominierte - Chelsea gewann. Das CL-Finale kann also für alle Taktik-Fans kaum spannender sein.

Fans von vielen Toren dürften wiederum weniger auf ein für sie erhofftes Tor-Spektakel hoffen, da beide Mannschaften aufgrund der Detailversessenheit ihrer beiden Trainer viele Gegentore sehr selten zulassen. Doch die Hoffnung sollte nie aufgegeben werden - denn der Fußball ist immer dann für Überraschungen bekannt, wenn man sie am wenigsten erwartet.

Der FC Chelsea kann den Triumph von 2012 wiederholen. Für Manchester City ist es das erste Champions League Finale der Vereinsgeschichte. Guardiola gewann den Henkelpott bereits zweimal mit dem FC Barcelona, zuletzt 2011. Tuchel stand in der vergangenen Saison mit PSG im Finale, verlor allerdings mit 0:1 gegen den FC Bayern München.

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