Guardiola nach CL-Aus stinksauer auf Referee Lahoz

Pep Guardiola ist mit Manchester City im Viertelfinale der Champions League am FC Liverpool und Jürgen Klopp gescheitert. Im Anschluss an die Partie galt der Ärger des Trainers aber Schiedsrichter Mateu Lahoz.

Pep Guardiola und Mateu Lahoz diskutierten nach Abpfiff der ersten Halbzeit. (Bild: Getty Images)

“Er ist ein Schiedsrichter, der sich gerne besonders fühlt”, fluchte Guardiola in die Mikros. Der Katalane hatte die zweite Halbzeit von der Tribüne aus verfolgen müssen, nachdem er sich kurz nach Abpfiff der ersten 45 Minuten mit Lahoz in die Haare gekommen war.

Guardiola schritt ein als Spieler Fernandinho mit dem Referee diskutierte und rief dem Schiedsrichter auf dem Weg in die Kabine einige Worte zu. Dabei fuchtelte er wild mit dem Zeigefinger durch die Luft. Es ging, das bestätigte der Trainer später, um den irregulären Treffer von Leroy Sané.

Pep Guardiola verbrachte die zweite Halbzeit auf der Tribüne. (Bild: Getty Images)

Sanés Tor zum 2:0 war regulär

Nach vermeintlichem Abseits hatte das unparteiische Gespann das Tor nicht gelten lassen. Tatsächlich aber wurde der Ball zu Sané von James Milner gespielt – einem Spieler des FC Liverpool. Damit konnte der deutsche Nationalspieler gar nicht im Abseits stehen.

Das aber übersah Lahoz und verwehrte Guardiolas Team damit das dringend benötigte 2:0. “Er ist eben besonders. Wenn alle das Ding so sehen, sieht er es ganz anders. Wir haben darüber gesprochen, wir kennen ihn bereits”, machte der Coach seinem Ärger Luft.


“Ich habe ihn nicht beleidigt!”

Tatsächlich kennt Guardiola Lahoz aus Zeiten in der spanischen Liga. Dort pfiff der Referee einige Spiele des FC Barcelona unter Leitung des Katalanen Entsprechend hatte Guardiola schon vor dem Spiel massive Bedenken bezüglich Lahoz geäußert.

Nun sah er sich in seinen Zweifeln bestätigt: “Es war nicht gerechtfertigt, mich vom Platz zu stellen, weil ich kein falsches Wort gesagt habe. Ich habe ihn nicht beleidigt. Ich habe nur gesagt, dass es ein Tor war. Der Ball kam von Milner, dann ist es kein Abseits. Wenn wir mit 2:0 in die Pause gehen, ist es ein ganz anderes Spiel.”

Schon im Hinspiel war Guardiola nicht mit dem Unparteiischen zufrieden gewesen. Das betonte er abermals: “Das hat einen großen Einfluss. An der Anfield Road war das erste Tor von Salah Abseits, das von Gabriel Jesus nicht. Dazu war das Foul von Robertson gegen Sterling ein Elfmeter.”