"Wie Guardiola": Hoeneß preist Favre beim BVB an

Marcel Bohnensteffen
Lucien Favre wird als kommender Trainer bei Borussia Dortmund gehandelt

Hoeneß empfiehlt Borussia Dortmund einen neuen Trainer. 

Es ist zwar nur der Bruder des Bayern-Präsidenten, der sich da für Lucien Favre stark macht. Doch Dieter Hoeneß kennt den Schweizer nun mal in und auswendig. 

In seiner Zeit als Manager bei Hertha BSC arbeitete er mit Favre zusammen. Es waren anspruchsvolle Jahre.

"Favre war schon ein Trainer, der mich gefordert hat", sagte Hoeneß der Welt. Abseits des Trainingsplatzes sei der Umgang mit dem eigensinnigen Coach "mitunter schwierig gewesen", etwa in der Transferpolitik.

Hoeneß: Favre für BVB "eine gute Wahl"

"Er tat sich damals schwer damit, Entscheidungen in der Kaderplanung zu treffen", sagte Hoeneß. "Darauf musst du dich als Verantwortlicher einstellen, das kostet Kraft."

In der Trainingsarbeit selbst zählt Favre für seinen einstigen Manager jedoch zu den Besten seines Fachs. "Da spielt er für mich in einer Liga mit Pep Guardiola", sagte Hoeneß.

Aus diesem Grund sieht er ihn bei Borussia Dortmund gut aufgehoben - sollte ihn der Klub als neuen Cheftrainer verpflichten. Favre gilt als Favorit auf die Nachfolge Peter Stögers, dem kaum noch Chancen eingerechnet werden, sein Amt über den Sommer hinaus behalten zu dürfen. 

Hoeneß und Favre gingen im Streit auseinander

"Er hat alle Mannschaften, die er trainiert hat, deutlich besser gemacht. Darum habe ich keinen Zweifel, dass Dortmund mit ihm eine gute Wahl getroffen hat", sagte Hoeneß. 

Lobende Worte, die nicht gerade selbstverständlich sind angesichts der Tatsache, wie Hoeneß und Favre einst auseinander gingen. 

Nach seiner Beurlaubung in Berlin gab Favre seinerzeit in einem Hotel auf eigene Faust eine Pressekonferenz, bei der er mit den Verantwortlichen abrechnete. Danach wurde er fristlos entlassen.