GT-Masters Lausitzring 2: Erster Saisonsieg für Zakspeed-Mercedes

·Lesedauer: 4 Min.

Mit einer starken Leistung gelang den Zakspeed-Mercedes-Piloten Mick Wishofer und Dorian Boccolacci im Sonntagsrennen des GT-Masters auf dem Lausitzring ein Überraschungscoup. Das Duo sicherte sich bei nassen Bedingungen seinen ersten Sieg in der "Liga der Supersportwagen".

Platz zwei holten sich Robert Renauer und Klaus Bachler im Herberth-Porsche, womit sich Renauer in der Gesamtwertung auf den zweiten Rang verbessert hat. Platz drei im Rennen ging an das Schwesterauto von Herberth mit Alfred Renauer und Sebastian Asch.

Bei zwei noch ausstehenden Rennen führen die Rutronik-Audi-Fahrer und Titelverteidiger Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde weiter die Tabelle an und liegen fünf Punkte vor Renauer und sieben Punkte vor dem SSR-Porsche-Duo Christian Engelhart und Michael Ammermüller.

Starker Beginn von Boccolacci

Wishofer/Boccolacci legten den Grundstein für ihren Sieg mit einem beeindruckenden Stint von Startfahrer Boccolacci. Der Franzose ging von Startplatz 17 ins Rennen und war nach der ersten Runde bereits Neunter. Auch danach machte der ehemalige Formel-2-Pilot weitere Positionen gut und lag vor den Boxenstopps bereits auf Rang fünf.

Nach einem späten Fahrerwechsel kam Wishofer als Dritter auf die Strecke zurück. Nur wenige Runden später ging der Österreicher am zweitplatzierten Porsche von Robert Renauer vorbei und übernahm direkt danach die Führung, als der bis dahin führende WRT-Audi der Polesetter Benjamin Goethe und Frederic Vervisch eine Durchfahrtsstrafe wegen eines Vergehens beim Boxenstopp absolvieren musste.

Wishofer kontrollierte anschließend das Rennen und sah mit 4,6 Sekunden Vorsprung als Erster die Zielflagge. Der 21-Jährige und Teamkollege Boccolacci feierten damit ihren Premierenerfolg im GT-Masters, Wishofer siegte gleichzeitig auch in der Pirelli-Junior-Wertung. Für den Rennstall Zakspeed ist es der insgesamt sechste in der "Liga der Supersportwagen" und der erste seit 2016.

Schützenhilfe bei Herberth

Robert Renauer und Klaus Bachler lagen das ganze Rennen über auf Podiumskurs und durften sich am Ende mit Platz zwei über ihr zweites Top-3-Ergebnis des Wochenendes freuen. Renauer, der um den Titel kämpft, wurde nach hinten vom Schwesterauto von Alfred Renauer und Sebastian Asch abgeschirmt.

Als Vierte sammelten die Luca Stolz und Maro Engel (WRT-Mercedes) ebenfalls wichtige Punkte im Titelkampf, in dem sie als Gesamtvierte nur 14 Punkte hinter der Tabellenspitze liegen. Stolz/Engel waren als 19. gestartet und zeigten ihrerseits eine starke Aufholjagd. Hinter Indy Dontje und Maximilian Götz (HTP-Mercedes; 5.) behaupteten Niederhauser/van der Linde mit P6 ihre Tabellenführung. Allerdings hatte das Duo bis zu einem missglückten Boxenstopp, der eine Durchfahrtsstrafe nach sich zog, auf dem zweiten Rang im Rennen gelegen.

Marvin Dienst und Philipp Frommenwiler (Schütz-Mercedes) fuhren auf Platz sieben. Dahinter folgten Albert Costa Balboa und Franck Perera (Grasser-Lamborghini) vor Goethe/Vervisch, die sich nach langer Führung und ihrer Strafe mit P9 zufriedengeben mussten. Die Top 10 komplettierten Henric Skoog und Sheldon van der Linde (Schubert-BMW).

Mit P11 wahrte das SSR-Porsche-Duo Engelhart/Ammermüller seine Meisterschaftschancen. Die beiden Fahrer reisen als Tabellendritte zum Saisonfinale in der kommenden Woche in Oschersleben.#Den Rennsieg in der Pirelli-Trophy-Wertung holte sich Filip Salaquarda (ISR-Audi).

Stimmen der Sieger

Mick Wishofer: "Das Team hat heute wirklich einen mega Job gemacht. Dorian [Boccolacci] hatte einen tollen Start. An mir lag es dann, das Rennen in der zweiten Hälfte zu einem guten Ende zu bringen. Aus meiner Position heraus konnte ich relativ schnell den Porsche überholen und das Rennen dann gut kontrollieren. Wir waren gestern schon schnell, das Auto war sehr gut. Doch heute haben wir unsere Leistung wirklich auf den Punkt gebracht."

Dorian Boccolacci: "Die ersten Runden des Rennens waren wirklich klasse! Ich habe glücklicherweise die richtigen Entscheidungen getroffen und ausreichend Platz für meine Überholmanöver gefunden. Dann war es wichtig, schnell in einen guten Rhythmus zu finden. Auf das Team bin ich wirklich stolz, denn unser Auto war schon das ganze Rennwochenende über wirklich gut. Deswegen haben wir für das heutige Rennen nicht viel anpassen müssen. Auch mit Mick [Wishofer] harmoniere ich sehr gut. Der Schlüssel zum Erfolg war heute, das Limit zu finden, aber bei diesen schwierigen Verhältnissen nicht darüber hinauszugehen."