GT-Masters 2021: Stabilität und Spitzen gegen die DTM

Heiko Stritzke
·Lesedauer: 2 Min.

ADAC-Sportpräsident Hermann Tomczyk geißelte die bevorstehende GT3-DTM bereits kurz nach Verkündung der Pläne durch Gerhard Berger als "schlecht für den deutschen Motorsport".

Doch es hilft nichts: Das GT-Masters muss sich der neuen Konkurrenz stellen, selbst wenn Berger nicht müde wird, zu betonen, dass die DTM ja gar keine Konkurrenz sei. Ist sie in der geplanten Form aber eben doch.

Die neue Dynamik im deutschen GT-Sport sorgt auch dafür, dass sich im GT-Masters einiges tut. Natürlich sind keine radikalen Maßnahmen zu erwarten. Der ADAC wirbt in erster Linie mit Stabilität bei Reglement und Kalender. "Verlässlichkeit und Stabilität" nennt ADAC-Vorstand Lars Soutschka die Kernsäulen für das GT-Masters 2021.

So weist der vorläufige Kalender für 2021 bekannte Rennstrecken auf, lediglich das Autodrom Most ist nicht mehr vertreten. Natürlich immer unter der Voraussetzung, dass im Zuge der COVID-19-Pandemie auch wirklich gefahren werden kann.

Der seit 2015 laufende Vertrag mit Reifenpartner Pirelli wurde verlängert. Durch diese Maßnahmen - bekannte Strecken und bekannte Fahrer - will das GT-Masters den Teams Kosten für Testfahrten ersparen.

Wo wird das GT-Masters 2021 übertragen? Die übliche Ankündigung fehlte

Wo wird das GT-Masters 2021 übertragen? Die übliche Ankündigung fehlte<span class="copyright">ADAC Motorsport</span>
Wo wird das GT-Masters 2021 übertragen? Die übliche Ankündigung fehlteADAC Motorsport

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Was allerdings nicht kommuniziert wurde, ist die TV-Präsenz des GT-Masters für die Saison 2021. Der Vertrag mit Sport1 läuft aus. Bisher wurden die Vertragsverlängerungen spätestens beim Saisonfinale bekanntgegeben. Das ist aktuell nicht der Fall. Dafür wurde eine App für die Fans angekündigt.

Nadelstiche in Richtung GT3-DTM

Auch wenn die ADAC-Vertreter die DTM nicht direkt ansprechen, gibt es gewisse Spitzen in Richtung Gerhard Berger. Von der Stabilität, mit der das GT-Masters wirbt, kann in der DTM momentan keine Rede sein.

Tomczyk betont: "Anders als andere Promoter verbinden wir den Sport nicht mit einem Business Case. Bei uns ist die Förderung des Motorsports in der Satzung festgeschrieben. Und das in der ganzen Breite vom Breiten- bis Spitzensport."

Soutschka fügt hinzu: "[Das GT-Masters] wird nicht nur von Kennern, sondern auch von außerhalb als attraktivste GT-Serie Europas oder weltweit bezeichnet. Der DMSB wertet uns mit dem Titel des deutschen GT-Meisters auf."

"Ich glaube, mit diesem Titel kann man sagen, dass das GT-Masters die einzige echte deutsche Meisterschaft im Rundstreckensport ist." In einer eigenen Presseaussendung betont der ADAC diesen Satz noch einmal: "Damit ist das GT-Masters die einzige Deutsche Meisterschaft im professionellen Automobil-Rundstreckensport."

Letztlich nennt Tomczyk die DTM doch noch einmal beim Namen: "Die DTM war in der Vergangenheit wirklich eine Leuchtturmserie in Deutschland. Sie war einzigartig in der Form mit den Herstellerengagements." Die Verwendung der Vergangenheitsform wird kein Zufall gewesen sein.

Mit Bildmaterial von ADAC Motorsport.