Grund zur Freude: „Grumpy Cat“ gewinnt 700.000-Dollar-Klage um Bildrechte

Meme-Star „Grumpy Cat“ hat eine Klage vor Gericht gewonnen. (Bild: ddp Images)

Ein US-Getränkekonzern hatte unerlaubt mit Bildern des tierischen Internetstars „Grumpy Cat“ geworben. Eine Jury in Kalifornien verdonnerte die Firma nun zu einer hohen Schadensersatzzahlung.

Die berühmte „Grumpy Cat“, die eigentlich den Namen Tardar Sauce trägt, wurde durch ihren Überbiss und Kleinwuchs vor sechs Jahren zum Social-Media-Star. Viele Konzerne witterten mit dem ulkigen Fellknäuel das schnelle Geld – so auch die US-Getränkefirma „Grenade“. Das Unternehmen hatte extra die Rechte an einem Eiskaffee, dem „Grumpy Cat Grumppuccino“, erworben und das Produkt auf den US-Markt gebracht. Das Unternehmen durfte das Kaltgetränk fortan mit dem Gesicht der finster dreinschauenden Katze bewerben.


Dabei wurde „Grenade“ übermütig und druckte das Cartoon-Gesicht der Katze auch auf T-Shirts und Kaffeeverpackungen. Die Folge: Die Besitzerin von „Grumpy Cat“ klagte – dies sei nie Teil des Deals mit ihrer berühmten Mieze gewesen.

„It was awful“: „Grumpy Cat“ bei ihrem Besuch am 2. Februar 2017 in Berlin. (Bild: ddp Images)

Eine achtköpfige Jury gab der Besitzerin von „Grumpy Cat“, Tabatha Bundesen, nach einem dreijahrelangen Rechtsstreit schließlich Recht. Wegen der Verletzung von Urheber- und Markenrechten wurde das Getränke-Unternehmen zu einer Schadensersatzzahlung von 710.000 US-Dollar (umgerechnet etwa 571.000 Euro) verdonnert.

Die Besitzerin sollte sich mit ihrer grimmigen Katze bereits eine goldene Nase verdient haben – sogar bei „Madame Tussauds“ steht eine Wachsfigur des Vierbeiners. Aber auch Bücher, Shirts, Kuscheltiere und einen Weihnachtsfilm gibt es bereits von „Grumpy Cat“. Wie viel der tierische Superstar bisher wirklich durch Werbeeinnahmen verdient hat, ist allerdings nicht bekannt.