Grosjean: Lieber geliebt und gehasst als das Charisma einer Auster

Norman Fischer

Soziale Netzwerke können ein hartes Pflaster sein. Unter fast jedem Beitrag berühmter Personen finden sich negative Kommentare, die gerne auch mal unter der Gürtellinie sind. Diese Kultur wundert Romain Grosjean, der kürzlich auf einem Konzert des französischen Chansonnier Benabar war und ein Selfie von sich und seiner Frau Marion postete.

Hasskommentare ließen nicht lange auf sich warten, vor allem ein User schien davon einen Kick zu bekommen, wie Grosjean sagt. "Der arme Benabar hat niemanden um etwas gebeten und wurde zerstört", schüttelt der Franzose gegenüber 'Motorsport.com' den Kopf. "Ich frage mich, was der Sinn dahinter war."

Das scheint für ihn aber ein Phänomen der anonymen Internetwelt zu sein. "Auf der Straße triffst du nie jemanden, der dir das ins Gesicht sagt", so der Franzose. Er weiß, wie es online läuft: Ist der Erfolg da, stehen auch die Leute hinter einem, aber wenn man ein schlechtes Ergebnis holt, dann kommen die Hater. "Manchmal ist es einfach, jemanden zu kritisieren, aber von denen, die ich jeden Tag treffe, gab es nie jemanden, der mir das gesagt hat."

Trotzdem möchte Grosjean, der einer der aktiveren Piloten in den sozialen Netzwerken ist, seine Follower weiter an seinem Leben teilhaben lassen. "Es ist besser, wenn ich gemocht oder gehasst werde, als das Charisma einer Auster zu haben, die durch den Rost fällt."

Mit Bildmaterial von LAT.