GroKo: Wie geht es weiter?

Dreieinhalb Monate nach der Bundestagswahl scheint eine künftige deutsche Regierung aus CDU-CSU und SPD immer wahrscheinlicher. Nach Abschluss der 24-stündigen Sondierungen über eine Neuauflage der großen Koalition wollen nun Merkel, Seehofer und Schulz ihren Parteien die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen empfehlen.

Innenminister Thomas De Maiziere zeigt sich zufrieden: "Ich finde die Bundeskanzlerin hat sehr gut verhandelt, aber auch die Sozialdemokraten können sich damit sehen lassen. Und wenn sich das zusammenfügt, dann wird’s was Gutes für unser Land."

SPD-Parteitag am 21. Januar ist die nächste Hürde

Ob die große Koalition wirklich kommt, liegt jetzt vor allem an der SPD, in der viele noch skeptisch sind. Zwei Hürden gilt es zu überwinden: Am SPD-Parteitag in einer Woche müssen 600 Delegierte den Koalitionsverhandlungen zustimmen.

Dann steht noch die Mitgliederbefragung aus. Bei CDU und CSU, hingegen, reicht eine einfache Zustimmung der Parteivorstände. CSU-Chef Seehofer ist optimistisch: Ostern sei der "allerspäteste Termin" für eine neue Regierung.