GroKo-Verhandlungen: SPD sackt auf Umfrage-Tiefststand

Die Verhandlungen um die Neuauflage einer Großen Koalition kommen nur schleppend voran. Der deutschen Kanzlerin scheint das mühsame Hangeln von Minimalkonsens zu Minimalkonsens allerdings wenig zu schaden. Während Angela Merkel vor allem mit parteiinterner Kritik konfrontiert wird, wurde ihr SPD-Gegenpart Martin Schulz vom Ergebnis der Sonntagsfrage von Infratest Dimap im Auftrag der ARD wohl kalt erwischt.

Die Union hielt sich schadlos. Die SPD dagegen rauschte mit 18 Prozent auf den schlechtesten jemals gemessenen Wert. Die Volkspartei liegt somit nur noch vier Zähler vor der rechtspopulistischen AfD. Dahinter folgen dicht an dicht die FDP, die leicht aufstrebenden Linken sowie die Grünen.

Auch persönlich steckt Schulz im Umfragetief. Wohl aufgrund des SPD-Schlingerkurses der vergangenen Wochen rutschte der Parteichef auf seinen schlechtesten Wert in dieser Umfrage. Sc´hulz verlor fünf Prozentpunkte und landete nur noch bei 25 Prozent Zustimmung.

Dabei liegt mit der Mitglieder-Abstimmung über einen Koalitionsvertrag die höchste Hürde noch vor der SPD-Spitze. Und an der Basis rumort es schon länger. Juso-Chef Kevin Kühnert ist unverändert zuversichtlich, dass die rund 440.000 Genossen eine Einigung zu Fall bringen werden. Die neuen Umfrageergebnisse liefern den GroKo-Gegnern in der SPD Rückenwind.