GroKo Go oder NoGroKo? SPD-Ergebnis am Sonntagvormittag

An diesem Freitag geht das Mitgliedervotum der SPD zu Ende. Die letzten Briefe, die noch berücksichtigt werden konnten, sollten bis Freitagnacht 24.00 Uhr im Postfach des Vorstands eingegangen sein. Das Ergebnis wollte die Partei am Sonntag um 9 Uhr bekanntgegeben werden.

Mehr als 463 000 SPD-Mitglieder waren aufgerufen, über den mit der Union ausgehandelten Koalitionsvertrag zu entscheiden.

Jüngsten Umfragen (Infratest Dimap für den ARD-DeutschlandTrend ) zufolge wünscht die große Mehrheit der SPD-Anhänger die Bildung einer neuen Regierung mit CDU und CSU. 66 Prozent befürworten eine große Koalition. Das sind 15 Prozent mehr als bei einer entsprechenden Umfrage vor zwei Wochen.

Mehr als fünf Monate nach der Bundestagswahl wird das Resultat in ganz Europa mit Spannung erwartet. Vom Ausgang hängt ab, ob sich Angela Merkel (CDU) am 14. März im Bundestag wieder zur Kanzlerin wählen lassen kann.

Sollten die SPD-Mitglieder Nein sagen, stünde Deutschland vor unübersichtlichen politischen Verhältnissen - und wahrscheinlich Neuwahlen Merkel hat bereits deutlich gemacht, dass sie eine Minderheitsregierung skeptisch sieht.

Die Kosten für das GroKo-Votum belaufen sich laut Parteiangaben rund 1,5 Millionen Euro.

Die Auszählung findet in der SPD-Zentrale per Hand statt. Die 120 Freiwilligen müssen ihre Handys abgeben. 2013 dauerte das 14 Stunden, nach Ankunft der Abstimmungsbriefe am Samstag um 17 Iuhr soll die Nacht durch gezählt werden und Sonntagmorgen das Ergebnis vorliegen.

Das Ergebnis für Annahme oder Ablehnung der Koalition ist bindend, wenn mindestens 20 Prozent der Mitglieder abstimmen. Das war bereits drei Tage nach Abstimmungsbeginn, am 23. Februar geschafft.

Der 45-köpfige Vorstand kann sich nicht über das Votum hinwegsetzen.

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