GroKo-Personalie wurde kaum diskutiert – dabei ist sie eine Katastrophe

Josh Groeneveld
Die Drogenbeauftragte Marlene Mortler macht Politik mit Angst. 

Wenn etwas die Drogenpolitik der Bundesregierung in den vergangenen Jahren auszeichnet, dann eine radikale Inkompetenz.

Verkörpert wurde diese in der zurückliegenden Legislatur von einer CSU-Politikerin: Marlene Mortler, der Drogenbeauftragten der Bundesregierung.

Mortler führt in Deutschland einen leidenschaftlichen und wissenschaftsfeindlichen Feldzug gegen jeden auf Vernunft ausgelegten Umgang mit Rauschmitteln. 

Zur Belohnung darf sie nun noch einmal vier Jahre die Drogenpolitik der Bundesrepublik bestimmen. Für Deutschland ist das eine Katastrophe. 

Mortlers (schein-)heiliger Kampf gegen Cannabis

Denn: Seit ihrem Amtsantritt als Drogenbeauftragte im Jahr 2014 ignoriert Mortler konsequent die Meinung von Experten zum Thema Cannabis

Anfang Februar forderte der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) ein Ende des Cannabis-Verbots, um Haschisch-Konsumenten zu “entkriminalisieren”. BDK-Chef André Schulz sagte: “Durch unser derzeitiges Rechtssystem stigmatisieren wir Menschen und lassen kriminelle Karrieren erst entstehen.

Zur gleichen Zeit ergab eine Online-Umfrage des Ärztenachrichtendienstes (ÄND), dass 53 Prozent von über 800 befragten Haus- und Fachärzten eine Legalisierung von Cannabis als den richtigen Schritt ansehen. 

► Ebenfalls Anfang Februar sagte Sebastian Scheerer, Professor für Kriminologie an der Universität Hamburg und Mitarbeiter am Institut für Sicherheits- und Präventionsforschung, im Gespräch mit “Spiegel Online”: “Risiken gibt es bei allen Genussmitteln. Das ist keine Frage des Strafrechts, sondern der Gesundheitspolitik, der Erziehung und der Aufklärung.”

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Cannabis ist in Deutschland eine beliebte Freizeitdroge.

Hinzu kommen Studien, die nahelegen, dass eine Legalisierung oder...

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