Großzügige Spenden: Kölner Zoo erhält einige hunderttausend Euro pro Jahr

Die 22 Millionen Dollar aus den USA sind dennoch ein Glücksfall.

Die Spende des Ehepaars Reichert ist ein unglaublicher Glücksfall für den Zoo. Die in Köln aufgewachsene US-Amerikanerin Elisabeth Reichert wird im Namen ihres Mannes Arnulf dem Tierpark 22 Millionen Euro vermachen.

Die Summe ist zwar extrem hoch, aber Spenden für den Zoo sind keineswegs ungewöhnlich. „Einige hunderttausend Euro nimmt der Zoo jährlich durch Spenden ein, darunter auch Erbschaften“, sagte Zoo-Direktor Theo Pagel. Tendenz steigend.

Denn wurden früher eher Tierschutzvereine bei Erbschaften bedacht, berücksichtigen die Spender heute auch zunehmend den Zoo. 2016 erhielt der Tierpark 600.000 Euro durch Spenden, in diesem Jahr waren es bereits 600.000 bis 700.000 Euro, die durch Erbschaften aus zwei Häusern resultieren.

Die Immobilien müssen noch geprüft werden, bevor der exakte Wert ermittelt werden kann. Am meisten profitierte der Zoo aus zwei Stiftungen der Familien Blumenberg und Korbmacher, die dem Zoo einige hunderttausend Euro einbrachten.

Kölner Dreigestirn unterstützt ebenfalls

Das Kölner Dreigestirn unterstützte in diesem Jahr den Zoo-Spielplatz mit 55.000 Euro, auf eine Spende eines Neu-Millionärs, der im April des Jahres bei der Sofortlotterie „Euro Millions“ gewonnen hatte und dem Zoo spenden wollte, wartet Pagel allerdings immer noch. Ein fleißiger Spender ist auch Förderverein, in dem 3000 Menschen Mitglied sind: Sie überlassen dem Zoo jährlich 100.000 bis 150.000 Euro.

Immer wieder gibt es auch Menschen, die dem Zoo Tiere spenden wollen. „In der Regel nehmen wir sie nicht an“, sagt Pagel, „weil sie nicht in unser Spektrum passen.“ Einen Platz in Riehl hat aber ein Palmkakadu gefunden, den der Zoll am Frankfurter Flughafen sichergestellt hatte. Die Leihgabe des Bundesamtes für Naturschutz ist etwa 15.000 Euro wert und wird im Kölner Zoo gepflegt. Angenommen hat der Zoo auch ein Chamäleon, den ein Tierfreund aus Mitleid aus einer Tierhandlung gekauft hatte.

Auch wenn sich Pagel über jede einzelne Spende freut, spielen sie im Gesamtbudget des Zoo eine mäßige Rolle. Jährlich gibt der Tierpark 17 Millionen Euro aus. Die Spenden sind daher so etwas wie i-Tüpfelchen, die der Zoo gut gebrauchen kann. Nach der Sanierung des Südamerika-Hauses muss auch das Nashornhaus umgebaut werden....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta