Großrazzia des Zolls in Nordrhein-Westfalen

Der wegen brutaler Überfälle auf zwei Frauen vor 37 Jahren festgenommene Mann aus Hamburg sitzt in Untersuchungshaft. Der Verdächtige soll 1980 zwei Jugendliche mit einem Jagdmesser attackiert und versucht haben, sie zu vergewaltigen

In Nordrhein-Westfalen hat der Zoll am Dienstagmorgen eine Großrazzia gestartet. Es gebe Durchsuchungen an mehreren Orten, sagte ein Sprecher des Hauptzollamts Krefeld. Auch Spezialkräfte seien im Einsatz. Zum Hintergrund der Razzia machte er zunächst keine Angaben. Die Behörden wollen am Dienstagnachmittag Einzelheiten zu der Razzia mitteilen, bei der es sich um die größte dieser Art in der Landesgeschichte handeln soll.

Der Sprecher wollte sich auch nicht dazu äußern, ob es Festnahmen gab und wie viele Beamte im Einsatz waren. Laut einem Bericht der "Rheinischen Post" richtete sich der Einsatz offenbar gegen ein Netzwerk der Bau-Mafia, dass jahrelang mit einem Geflecht von 14 Scheinfirmen fingierte Rechnungen ausgestellt haben soll, um damit die Beschäftigung von Schwarzarbeitern im großen Stil zu verdecken.

In Erkrath nahmen Beamte demnach einen Mann und eine Frau fest. An dem landesweiten Einsatz seien mehr als tausend Einsatzkräfte beteiligt, berichtete das Blatt. Auch die Spezialeinheit GSG 9 sei im Einsatz. Den Beamten lagen dem Bericht zufolge rund zehn Haftbefehle vor. Das Netzwerk soll demnach einen zweistelligen Millionenbetrag umgesetzt haben.