Großer Polizeieinsatz wegen Schüssen in Essener Norden

Polizeiwagen (AFP/INA FASSBENDER) (INA FASSBENDER)

Wegen Schüssen im Essener Stadtteil Karnap ist die Polizei am Dienstag zu einem Großeinsatz ausgerückt. Ein 34-jähriger türkischer Staatsbürger aus Bottrop wurde mit mutmaßlichen Schussverletzungen auf der Straße gefunden und ins Krankenhaus gebracht, wie die Polizei mitteilte. Hinweise auf eine "wechselseitige Schussabgabe", also eine Schießerei, lagen demnach jedoch nicht vor.

Über die Schwere der Verletzungen des Opfers war einer Sprecherin zufolge nichts bekannt. Die Polizei war demnach mit dem "Maximum" ihrer verfügbaren Kräfte im Einsatz. Nach einem schwarzen Auto mit ausländischem Kennzeichen, das Zeugen vom Tatort flüchten gesehen hätten, wurde mit Hochdruck gefahndet. Vom mutmaßlichen Täter liege bisher nur eine vage Beschreibung vor, derzufolge er Jeans und Sonnenbrille getragen habe.

Wie schwer das Opfer verletzt wurde, war zunächst nicht bekannt. Ein in der Nähe des Tatorts gelandeter Rettungshubschrauber wurde nicht benötigt. Die Straße wurde rund um den Einsatzort auf einer Strecke von gut 200 Metern zwischenzeitlich gesperrt, wodurch es auch für den öffentlichen Nahverkehr zu Behinderungen kam.

Einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge könnte es Bezüge zum Rockermilieu geben. Die Polizei bestätigte das zunächst nicht. Erst in der vergangenen Woche hatte es in Duisburg eine Schießerei zwischen Anhängern der Hell's Angels und eines türkisch-arabischen Clans gegeben, bei der vier Menschen verletzt wurden.

ruh/pw

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