Großer Andrang : In Berlin wird Tischtennis zum Trendsport

Die beiden Tischtennis-Spieler Julian Hallbert (l.) und Kasimir Weichert im Park am Gleisdreieck

Klick-Klack-Klick-Klack – der gelbe Ball hüpft über die Steinplatte. Aufschlag, mal Vorhand, mal Rückhand. Die beiden Spieler hechten hin und her, um den Ball abzufangen und ihn wieder über das Netz zu schlagen. Im Hintergrund rattert die U-Bahn, Skateboards rollen über die Gehwege im Park am Gleisdreieck. Nach der ersten Runde steht es 16 zu 21, die jungen Männer an der Tischtennisplatte machen eine Pause. Heute sei es leer an den Platten sagen sie, und zeigen zur Erklärung auf den dunkel gefärbten Himmel. Aber normalerweise, da sei es immer sehr voll im Gleisdreieckpark, oft bekämen sie gar keine freie Platte mehr.

Wer im Sommer auf der Suche nach einer Tischtennisplatte durch die Stadt streift, weiß, wovon die beiden Studenten sprechen. In vielen Parks und öffentlichen Plätzen sammeln sich Tischtennisspieler, mal zu zweit, mal in Gruppen. Besonders gegen späten Nachmittag und am Wochenende drängen sie sich an beliebten Spots um die Platten, Warteschlangen entstehen. Ist die Hauptstadt im Ping-Pong-Fieber?

Bild Nr. 1:
Die beiden Tischtennis-Spieler Julian Hallbert (dunkles Shirt) und Kasimir Weichert, fotografiert im Park am Gleisdreieck in Tiergarten. Jörg Krauthöfer

Mehmet Eyidilli aus Neukölln findet zumindest, dass in letzter Zeit immer mehr Spieler hinzugekommen sind. Der 48-Jährige spielt seit drei Jahren regelmäßig auf dem Böhmischen Platz in Rixdorf. Seine Freunde und er haben dort ihre Stammplatte, verabreden sich zum Spielen und veranstalten Turniere. Dass Tischtennis immer beliebter werde, finde er erfreulich, sagt Eyidilli, andererseits würden die Wartezeiten an den Platten immer länger. "Ab 17 Uhr muss man bei zwei vorhanden...

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