Großeinsatz in Köln-Nippes: Versuchte Geldautomaten-Sprengung – Gasflasche gefunden

Polizisten sperrten den Bereich wegen Explosionsgefahr weiträumig ab.

Große Aufregung am Sonntagmorgen in Nippes: Passanten riefen gegen 8.30 Uhr Feuerwehr und Polizei in die Werkstattstraße. Sie hatten in einem Bankautomatenhäuschen am Wendehammer der kleinen Sackgasse eine Gasflasche entdeckt – Propangas strömte aus. Sofort sperrten Polizisten den Bereich wegen Explosionsgefahr weiträumig ab.

Wie sich schnell herausstellte, war der Versuch von bisher unbekannten Tätern, den Geldautomaten zu sprengen, Auslöser des Einsatzes. Doch ihr Plan scheiterte. So rückten Spezialisten der Rheinenergie an und schalteten den gesamten Gefahrenbereich stromlos. 

Feuerwehr saugt Gas aus der Luft

Zudem saugten Fachleute der Feuerwehr das explosive Gas aus der Luft und sorgten in dem Raum für Durchzug. Erst danach konnten die Einsatzkräfte Entwarnung für die Nachbarschaft geben.

Vor Ort entdeckten die Ermittler eine lange, gelbe Schnur, mit der der oder die Täter vermutlich die Explosion aus sicherer Entfernung auslösen wollten. 

Hätten sie das geschafft, wäre wohl das ganze Automatenhäuschen in die Luft geflogen. Doch offenbar wurden die Gangster gestört und flüchteten ohne Beute. 

LKA stellte Beweismittel sicher

Es könnte ihnen aber auch ein Defekt an der selbst gebauten Zündvorrichtung, die an der Gasflasche befestigt war, einen Strich durch die Rechnung gemacht haben. Entschärfer vom Landeskriminalamt (LKA) aus Düsseldorf wurden am Nachmittag zur Einsatzstelle beordert, um die Flasche und die Zündvorrichtung zu entschärfen und die Beweismittel sicherzustellen.

Kripobeamte checkten derweil die Kennzeichen von Rollern und Motorrädern, die in dem Wendehammer parkten. Die Polizei sucht außerdem Zeugen. Wer hat verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Nacht zum Sonntag oder am Morgen am Tatort gesehen? Hinweise nimmt die Polizei unter 0221/229-0 entgegen. (red) ...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta