Großeinsatz in Berlin: Schleuserkriminalität: Wohnungen in Berlin durchsucht

Einsatzkräfte der Bundespolizei und der Berliner Polizei gingen am Dienstagmorgen gemeinsam gegen Schleuser vor

Am Dienstagmorgen hat die Berliner Polizei zusammen mit der Bundespolizei einen Großeinsatz gegen Schleuser gestartet. Wie ein Sprecher der Bundespolizei der Berliner Morgenpost am Dienstag mitteilte, durchsuchten ab 6 Uhr rund 400 Ermittler der "Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Schleuserei" bundesweit 41 Wohnungen und Geschäftsräume, Schwerpunkt war Berlin. Dort fanden Durchsuchungen in 25 Objekten in Berlin-Neukölln, Spandau und Reinickendorf statt. Aber auch Wohnungen in fast allen anderen Bezirken waren betroffen. Die Bundespolizei, die Berliner Polizei und Europol stellten zahlreiche Beweise sicher. In Potsdam, Frankfurt am Main und im sächsischen Görlitz wurde jeweils ein Objekt durchsucht.

Scheinehen in 70 Fällen

In Berlin wurden ein 50-jähriger Mann und vier Frauen im Alter von 46, 50, 55 und 64 Jahren verhaftet, wie die Bundespolizei sagte. Im Vorfeld der Aktion wurden fünf Haftbefehle erlassen - Die Beschuldigten sollen die Köpfe einer Schleuserbande sein und in 70 Fällen Scheinehen angebahnt haben. Dabei sollen sie nigerianische Staatsangehörige mit portugiesischen Frauen verheiratet und die Männer nach Deutschland einreisen lassen haben. Für die Eheschließung hätten die Nigerianer rund 13.000 Euro an die Schleuser gezahlt. Ein Teil des Geldes hätten die Portugiesinnen erhalten. Die Männer aus Afrika hätten so eine EU-Aufenthaltskarte erhalten, die in der Regel für fünf Jahre ausgestellt wird. Dafür seien eine Reihe von Urkundenfälschungen began...

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