GroKo: Das ist bisher über die Postenverteilung bekannt

Die ersten Details sind bekannt: Union und SPD haben sich geeinigt, wer welches Ressort bekommen wird. Ein Überblick.

Die ersten Details sind bekannt: Union und SPD haben sich geeinigt, wer welches Ressort bekommen wird. Ein Überblick.

Innenministerium (CSU)

Das Innenministerium soll aufgewertet und CSU-Parteichef Horst Seehofer Innenminister werden. Die Zuständigkeiten für Bau und Heimat soll dem Ministerium unterstellt werden. Der bisherige Innenminister Thomas de Maizière gehört der nächsten Bundesregierung nicht mehr an. Das sagte der CDU-Politiker am Mittwoch nach Abschluss der Koalitionsgespräche von Union und SPD in Berlin. Ein Ministeramt sei immer ein „Amt auf Zeit“. Jetzt sei die Zeit gekommen, aus der Bundesregierung auszuscheiden.

Finanzministerium (SPD)

Als Verhandlungserfolg für die SPD wird in ersten Reaktionen gewertet, dass die Partei das Ressort erhalten wird. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur will die Partei den bisherigen Ersten Bürgermeister von Hamburg, Olaf Scholz, in das Finanzministerium entsenden. Laut Handelsblatt-Informationen wird die Meldung aus dem Umfeld von Scholz als „reine Spekulation“ bezeichnet. Die Nachrichtenagentur dpa berichtet unter Berufung auf Parteikreise, dass Scholz ebenfalls Vizekanzler werden soll.

Außenministerium (SPD)

Martin Schulz will Außenminister werden. Das erfuhren das Handelsblatt und die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Koalitionskreisen – zunächst hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet. Kurz nach der Bundestagswahl hatte Schulz kategorisch ausgeschlossen, in ein Kabinett von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) einzutreten. Zudem will Martin Schulz nach Informationen der Süddeutschen Zeitung den Parteivorsitz an Fraktionschefin Andrea Nahles abgeben.

Arbeitsministerium (SPD)

Das dritte große Ministerium für die Sozialdemokraten wird das Arbeitsministerium sein. Die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Eva Högl wird als nächste Arbeitsministerin gehandelt.

Ministerium für Verkehr und Digitales (CSU)

Die CSU behält dieses Ressort, das bis zu seinem Wechsel auf die Position des CSU-Landesgruppenchefs Alexander Dobrindt geführt hatte. Nach Handelsblatt-Informationen gilt der Abgeordnete Andreas Scheuer als Kandidaten für den Posten. Scheuer war von 2009-2013 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Entwicklungshilfeministerium (CSU)

Die Zuständigkeit für das Entwicklungshilfeministerium verbleibt bei der CSU. Wie das Handelsblatt erfuhr, könnte CSU-Politikerin Dorothee Bär das Ministeramt übernehmen.

Familienministerium (SPD)

Kein Chefwechsel im Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Amtsinhaberin Katarina Barley (SPD) soll das Ministerium weiterhin führen.

Justizministerium (SPD)

Das Ministerium wird derzeit von Heiko Maas (SPD) geführt. Nach Handelsblatt-Informationen soll er auch im neuen Kabinett Justizminister sein.

Umweltministerium (SPD)

Dem Ministerium steht derzeit Barbara Hendricks vor. Nach Handelsblatt-Informationen soll die SPD-Politikerin ebenfalls im Amt bleiben.

Wirtschaftsministerium (CDU)

Das Ministerium wird in Zukunft vom derzeitigen Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) geführt. Die Zuständigkeit für Energiethemen verbleibt beim Wirtschaftsressort.

Verteidigungsministerium (CDU)

Verteidigungsministerin bleibt nach wie vor Ursula von der Leyen (CDU).

Ernährungs- und Landwirtschaftsministerium (CDU)

Neue Ministerin für Ernährung und Landwirtschaft soll die Vorsitzende der CDU in Rheinland-Pfalz, Julia Klöckner, werden. Das berichten das Redaktionsnetzwerk Deutschland und die „Bild“. Das Ministerium liegt derzeit in den Händen von Christian Schmidt (CSU).

Gesundheitsministerium (CDU)

Gesundheitsministerin soll Annette Widmann-Mauz (CDU) werden, bislang parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit. Amtsinhaber Hermann Gröhe wechselt ins Bildungsministerium.

Forschungs- und Bildungsministerium (CDU)

Der bisherige Gesundheitsminister Gröhe soll Nachfolger von Johanna Wanka (CDU) werden.

Bundeskanzleramt (CDU)

Der bisherige Staatsminister bei der Bundeskanzlerin, Helge Braun (CDU), wird neuer Chef im Kanzleramt.