Die große Frage vor dem Quartalsbericht von Tesla

Motley Fool Investmentanalyst

Da das erste Quartal von Tesla (WKN:A1CX3T) nächste Woche zu Ende geht, bereiten sich die Investoren auf den vierteljährlichen Quartalsbericht des Elektroautoherstellers zu Fahrzeugauslieferungen und -produktion vor.

Bei den Fahrzeugauslieferungen erwarten die Investoren voraussichtlich rund 25.000 Auslieferungen der Modelle S und X (im Einklang mit den Prognosen auf dem Niveau des Vorjahres) und einen deutlichen Anstieg der Auslieferungen des Model 3. Die Investoren dürften sich aber vor allem für den Produktionshochlauf des Model 3 interessieren. Da es hunderttausende Reservierungen gibt, stellt sich die Frage, ob Tesla seine aggressiven Ziele erreichen kann.

Insbesondere hoffen die Investoren, dass eine große Frage beantwortet wird: Ist Tesla noch auf einem guten Weg, bis zum Ende des zweiten Quartals eine Produktionsrate von 5.000 Model-3-Einheiten pro Woche zu erreichen?

Die Produktion hochfahren

Die Investoren suchen nach Anzeichen dafür, dass die Produktion des Model 3 im Jahr 2018 rasch ansteigt. Bloomberg hat sogar einen Model-3-Tracker entwickelt, in dem die wöchentliche Produktionsrate von Tesla geschätzt wird.

Die Investoren werden hoffentlich schon kurz nach Ende des ersten Quartals konkrete Antworten darauf erhalten, wie sich die Produktion des Model 3 entwickelt. Tesla informiert über Lieferungen und Produktion innerhalb der ersten drei Tage nach Quartalsende. Nach Abschluss des ersten Quartals am Ende dieses Monats werden die Anleger bis zum 3. April den Quartalsbericht erhalten.

Kurzfristiges Produktionsziel für die Investoren ist es, bis zum Ende des ersten Quartals eine wöchentliche Produktionsrate von 2.500 Einheiten pro Woche zu erreichen. Damit würde Tesla den mit Abstand schnellsten Produktionsanlauf für ein neues Fahrzeug erreichen.

Aber was wohl noch mehr über die Fortschritte von Tesla bei der Produktion des Model 3 aussagen wird, ist ein Bericht darüber, ob Tesla immer noch eine Produktionsrate von 5.000 Einheiten pro Woche anstrebt. Von 2.500 Model-3-Einheiten pro Woche am Ende des ersten Quartals auf 5.000 Einheiten pro Woche am Ende des zweiten Quartals zu kommen, wäre eine außergewöhnliche Leistung.

Die Marktkapitalisierung rechtfertigen

Wenn es Tesla wirklich gelingt, eine Produktionsrate von 5.000 Model-3-Einheiten pro Woche bis zum Ende des zweiten Quartals zu erreichen, wird es für Skeptiker immer schwieriger, abzustreiten, dass Tesla ein großer Automobilhersteller wird.

Eine Produktionsrate von 5.000 Einheiten pro Woche wäre ein großer Fortschritt von rund 2.000 Einheiten pro Woche, die Tesla im letzten Jahr für sein Model S und Model X zusammengenommen hatte. Eine wöchentliche Produktionsrate von 5.000 Einheiten pro Woche entspricht einer jährlichen Produktionsrate von 260.000 Einheiten ‒ weit mehr als die 103.000 Fahrzeuge, die Tesla im Jahr 2017 ausgeliefert hat.

Selbst wenn Tesla sagt, dass es mit diesem aggressiven Ziel noch auf Kurs ist, sollten sich die Aktionäre von Tesla nicht allzu sehr freuen. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens von mehr als 52 Mrd. US-Dollar hat dieses Wachstum bereits in den Kurs eingepreist.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Tesla.

Dieser Artikel wurde von Daniel Sparks auf Englisch verfasst und am 21.03.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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