Große Erleichterung: Pelješac-Brücke in Kroatien wird eröffnet

In Zukunft wird es für Bürger:innen und Tourist:innen auf der kroatischen Halbinsel Pelješac und dem äußersten Süden des Landes wesentlich einfacher, den Rest Kroatiens zu erreichen: Ab sofort verbindet eine Brücke die Landesteile. Sie verläuft von Komarna auf dem Festland nach Brijesta auf der Halbinsel Pelješac und wird heute Abend eröffnet.

Für Viele ist sie weit mehr als nur eine Brücke: Erst jetzt werde man ein Teil Kroatiens, so der Muschelzüchter Mario Radibratovic. Bisher seien die Menschen auf der Halbinsel isoliert gewesen und mussten durch zwei Grenzübergänge, um in den Rest des Landes zu gelangen.

"Wir sind nicht mehr auf die Fähre angewiesen", freut sich die Campingplatzbesitzerin Sabina Mikulic. "Wir müssen nicht mehr an zwei Grenzübergängen warten. Manchmal musste man da zweieinhalb Stunden stehen. Das war sehr anstrengend und hat zu einer Art Bitterkeit bei den Menschen geführt, die hier leben"

Baukosten von 418 Millionen Euro

Die Halbinsel und der südlichste Landesteil sind durch ein Teil Bosniens vom Rest Kroatiens abgetrennt - was auch negative wirtschaftliche Folgen für die betroffenen Regionen hatte.

Die 2,4 Kilometer lange Pelješac-Brücke war seit 2007 im Bau und wurde von einem chinesischen Staatskonzern errichtet. Die Kosten von 418 Millionen Euro stemmte größtenteils die EU.

Die Brücke verbindet die beiden Landesteile erstmals überhaupt und soll auch Kroatiens Weg in den Schengen-Raum ebnen.

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