Großbritannien: Inflation verharrt bei drei Prozent

dpa-AFX

LONDON (dpa-AFX) - Die Inflation in Großbritannien ist zum Jahresbeginn unverändert geblieben. Im Januar habe die Inflationsrate bei 3,0 Prozent gelegen, teilte das Statistikamts ONS am Dienstag mit. Damit verblieb die Teuerung auf dem Niveau vom Vormonat. Analysten hatten stattdessen mit einem leichten Rückgang auf 2,9 Prozent gerechnet.

Die britische Inflation liegt derzeit deutlich über dem Notenbankziel von zwei Prozent. Im November hatte das erstmalige Überspringen der Marke von drei Prozent seit März 2012 noch eine schriftliche Erklärung durch Notenbankchef Mark Carney an Finanzminister Philip Hammond zur Folge. Darin führte Carney die hohe Teuerung vor allem auf das nach dem Brexit-Votum vom Sommer 2016 geschwächte britische Pfund zurück, machte aber auch den jüngsten Ölpreisanstieg mitverantwortlich.

Vergangene Woche hatte die Bank of England beschlossen, den Leitzins vorerst unverändert zu lassen; sie stellte aber gleichzeitig eine baldige Anhebung in Aussicht. Die aktuellen Zahlen dürften die Währungshüter in dieser Haltung bestätigen.

Die Kernrate der Verbraucherpreise, bei der die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Nahrungsmittel herausgerechnet werden, hat im Januar zugelegt. In dieser Abgrenzung meldete das Statistikamt eine Rate von 2,7 Prozent, nach 2,5 Prozent im Vormonat. Analysten hatten mit 2,6 Prozent gerechnet.