Großbritannien feiert 96. Geburtstag der Queen mit Salutschüssen und Ständchen

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Mit landesweiten Salutschüssen und dem Ständchen einer Militärkapelle hat Großbritannien am Donnerstag den 96. Geburtstag von Königin Elizabeth II. gefeiert. Die älteste und dienstälteste Monarchin der Welt verbrachte ihren Ehrentag ohne offizielle Verpflichtungen auf ihrem Landsitz Sandringham. In den vergangenen Monaten musste die Queen mit dem Tod ihres Mannes Prinz Philip sowie zunehmenden gesundheitlichen Problemen fertig werden.

Unter anderem am Londoner Tower und im Hyde Park wurden Dutzende Salutschüsse zu Ehren der Queen abgefeuert. Die Kapelle des Coldstream-Guards-Regiments spielte vor Schloss Windsor vor hunderten Schaulustigen "Happy Birthday" für die Monarchin.

Allerdings war Elizabeth II. gar nicht zu Hause, um sich die Darbietung der Gardisten in ihren roten Uniformen und Bärenfellmützen persönlich anzuschauen. Sie beging ihren Geburtstag zurückgezogen auf ihrem Landsitz Sandringham rund 200 Kilometer nördlich von London.

Britische Medien werteten die Reise der Queen von Windsor nach Sandringham angesichts ihrer wiederholten gesundheitlichen Probleme in den vergangenen Monaten als positives Zeichen. Den Berichten zufolge hält sie sich in Wood Farm auf, einem relativ bescheidenem Gebäude, das ihr Mann besonders gern mochte.

Offizielle Termine standen am Donnerstag nicht auf dem Programm der Monarchin. Der Palast veröffentlichte aber ein neues Foto von mit zwei stattlichen Fell-Ponys. Der britische Premierminister Boris Johnson lobte die Königin in seiner Twitter-Geburtstagsbotschaft für "70 Jahre hingebungsvollen und fehlerlosen Dienst an unserem Land".

Prinz William und seine Frau Kate würdigten die Queen an ihrem Ehrentag als "eine Inspiration für so viele im Vereinigten Königreich, im Commonwealth und in der Welt".

Williams jüngerer Bruder Harry hatte am Mittwoch dem US-Sender NBC gesagt, seine Großmutter sei "in großartiger Form" gewesen, als er sie vergangene Woche besucht habe. In der Öffentlichkeit war Elizabeth II. zuletzt am 29. März gesehen worden, als sie an einem Gedenkgottesdienst für ihren vor einem Jahr verstorbenen Ehemann Prinz Philip teilnahm.

Die offiziellen Feierlichkeiten zum Geburtstag der Queen finden traditionell erst im Juni statt. Dieses Jahr ist die Geburtstagsfeier Teil von mehrtägigen landesweiten Feierlichkeiten anlässlich des 70. Thronjubiläums von Elizabeth II. - geplant sind unter anderem eine Parade, ein Pop-Konzert und Straßenfeste.

Zuletzt hatte die Queen wiederholt gesundheitliche Probleme. Im Oktober vergangenen Jahres verbrachte sie eine Nacht im Krankenhaus, die genaue Ursache dafür wurde nie mitgeteilt. Seitdem musste sie eine Reihe von Veranstaltungen absagen und trat nur noch selten in der Öffentlichkeit auf.

Die Queen litt unter Rückenschmerzen und hatte Probleme beim Gehen, so dass sie in der Öffentlichkeit häufig mit einem Stock zu sehen war. Britischen Medien zufolge verwendet sie privat einen Rollstuhl. Im Februar erkrankte Elizabeth II. zudem an Covid-19. Im Nachhinein räumte sie ein, sich wegen der Infektion "sehr müde und erschöpft" gefühlt zu haben. Auch einige Termine rund um Ostern sagte sie ab.

Prinz Charles hat seiner Mutter in letzter Zeit immer mehr Pflichten abgenommen. Die Aufmerksamkeit richtet sich seitdem vermehrt auf den Thronerben, der in den vergangenen Jahren an Beliebtheit gewonnen hat.

Doch mit einer Zustimmungsrate von 43 Prozent liegt er immer noch weit hinter seiner Mutter, die auf 69 Prozent kommt. Einige sind daher der Meinung, der 73-Jährige sollte auf den Thron verzichten und nach dem Tod der Queen seinem beliebteren Sohn William den Vortritt lassen.

yb/ans

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