Großbank HSBC kann Gewinn 2017 mehr als verdoppeln

HSBC-Filiale in Hongkong

Die Großbank HSBC hat ihren Gewinn im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt. Wie das Finanzinstitut am Dienstag mitteilte, stieg der Gewinn vor Steuern 2017 auf 17,2 Milliarden Dollar (13,9 Milliarden Euro), das war ein Anstieg von 141 Prozent im Vergleich zu 2016. Der Nettogewinn belief sich auf knapp 9,7 Milliarden Dollar. Die HSBC mit Sitz in London ist weltweit und vor allem in Asien aktiv.

Die Hauptgründe für den satten Verdienst sind eine seit 2015 laufende Umstrukturierung sowie der Fokus der Großbank auf den südchinesischen Markt und die Metropolen Hongkong und Guangzhou. Die Bank hatte in den vergangenen Jahren zehntausende Jobs abgebaut und unter anderem ihr Brasilien-Geschäft abgestoßen.

Der scheidende Bankenchef Stuart Gulliver, der sein Amt dieser Tage nach sieben Jahren an John Flint abgibt, erklärte anlässlich der veröffentlichten Zahlen, die Bank habe ihr Transformationsprogramm abgeschlossen und sei nun "einfacher, stärker und sicherer" aufgestellt. Außerdem habe die HSBC ihr System zur Vorbeugung krimineller Machenschaften verbessert.

Die HSBC hatte vor einigen Jahren in Strafzahlungen eingewilligt, um US-Ermittlungen wegen Geldwäsche und Geschäften mit sanktionierten Ländern zu beenden.