Großartige Zeiten am Rhein: Rekordumsatz für den 1. FC Köln

Martin Horn
90Min

Die guten Leistungen des 1. FC Köln zahlen sich aus - dem Effzeh steht ein Rekordumsatz bevor. Neben der kontinuierlichen sportlichen Verbesserung des Teams, ist dies auch auf das hervorragende Management des Vereins um Sportdirektor Jörg Schmadtke und Geschäftsführer Alexander Wehrle zurückzuführen.


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Nachdem die sportlichen Früchte der Arbeit von Trainer Peter Stöger am Ende der Saison geerntet wurden und der 1. FC Köln die beste Spielzeit seit einem Vierteljahrhundert mit dem fünften Platz abschloss, spiegelt sich der Erfolg nun auch in Zahlen wieder: über 120 Millionen Euro Umsatz im Geschäfts bedeuten Rekord. 

Gründe dafür sind zum einen in den Ablösesummen aus den Transfers von Yannick Gerhardt, Kevin Vogt, Mergim Mavraj und Filip Mladenović zu finden - sie brachten dem Effzeh fast 20 Millionen Euro ein. Hier bewies Jörg Schmadtke sein goldenes Händchen. Zum anderen gilt dem Dank der ausgezeichneten Arbeit von Alexander Wehrle. Die Merchandising-Einnahmen stiegen auf 13 Millionen Euro pro Jahr, dank neuer Partner und verbesserten Konditionen kommen ganze 40 Millionen Euro aus dem Marketing hinzu. Nicht zu vergessen, dass das Rheinenergiestadion fast immer ausverkauft ist.


1. FC Koeln v 1. FSV Mainz 05 - Bundesliga

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Köln hat in Wehrle und Schmadtke ein kongeniales Duo in seinen Reihen, deren Arbeit gerade im direkten Vergleich zu ihren Vorgängern nicht hoch genug zu bewerten ist: 2012/2013 betrug der Umsatz noch lediglich 56,9 Millionen Euro. Und es wird noch besser. Wie Wehrle dem Kölner Stadt-Anzeiger sagte, winkt den Kölnern durch das gute sportliche Abschneiden und die Teilnahme an der Europa League, des Verkaufs von Anthony Modeste nach China und eines gewaltigen Sprungs in der TV-Geld-Tabelle (um fünf Plätze) auch im kommenden Jahr ein Rekordumsatz: "Man muss kein Prophet sein, dass 2017/18 erneut ein Rekordjahr sein wird.“ Man kann mit einem Umsatz von rund 150 Millionen Euro rechnen.

Gespräche mit Sponsoren laufen

Neben der veränderten sportlichen Situation zur kommenden Saison, in der Köln seit 25 Jahren wieder drei sportliche Wettbewerbe spielen wird, kommt es auch in Sachen Sponsoring zu einigen Wechseln. 2018 laufen die Verträge mit Haupt- und Trikotsponsor Rewe, Ausrüster Erima und Stadion-Namensgeber RheinEnergie aus. Mit dem italienischen Ausrüster Kappa soll der neue Ausrüster bereits gefunden sein (Einnahmen rund vier Millionen Euro), mit dem Hauptsponsor Rewe sei man "in guten Gesprächen", betonte Wehrle. Hier kann man mit bis zu sieben Millionen Euro Einnahmen rechnen. 

Ob die Rekordumsätze neben dem Ausbau des Kaders auch für den Um- oder gar Neubau des Stadions eingesetzt wird, möchte Wehrle nicht vor August preisgeben, wenn das Ergebnis der Machbarkeitsstudie zum Ausbau veröffentlich wird: "Dann haben wir Fakten auf dem Tisch.“
Es läuft beim Effzeh, sportlich wie finanziell, die Fans dürfen sich auf eine weitere Rekordspielzeit freuen.