Grindel verteidigt Nations League gegen Kritik: "Keine zusätzliche Belastung"

Die Einführung der UEFA Nations League hat für viel Kritik gesorgt. Vor der Auslosung am Mittwoch verteidigte Reinhard Grindel das neue Format.

DFB-Präsident Reinhard Grindel wehrt sich gegen die Kritik an der Nations League aus der Bundesliga. "Durch die Nations League gibt es kein einziges zusätzliches Spiel, und es gibt damit auch keine zusätzliche Belastung für unsere Nationalspieler", sagte der 56-Jährige dem SID: "Es wird an den Terminen, an denen sonst Freundschaftsspiele stattgefunden hätten, ein neuer Wettbewerb ausgetragen."

Allen voran Bayern Münchens Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge hatte betont, dass die Nations League "keiner braucht" und angemahnt, dass der internationale Spielkalender eher verknappt werden müsse. Der neue Wettbewerb der Europäischen Fußball-Union (UEFA) beginnt am 6. September 2018. Der letzte Spieltag der Gruppenphase, die am Mittwoch (12.00) in Lausanne ausgelost wird, findet vom 18. bis zum 20. November statt. Das Final-Turnier der besten vier Teams steigt Anfang Juni 2019.

Nations League: Löw hat Belastung im Blick

Grindel, der im UEFA-Exekutivkomitee und im Council des Weltverbands FIFA sitzt, betonte, dass Bundestrainer Joachim Löw "die Belastung der Spieler in seinen langfristigen Planungen immer im Blick" habe und damit zeige, "wie wichtig uns die gute Zusammenarbeit mit den Klubs ist". Schon beim Confed Cup "haben wir vielen stark beanspruchten Nationalspielern einen Sommer der Regeneration ermöglicht", sagte er.

Die Teilnehmer am Final Four (der vier Gruppensieger aus Liga A) werden bei der Auslosung der Qualifikation zur EM 2020 automatisch in Fünfergruppen gelost, sodass keine zusätzlichen Spiele auf die Nations-League-Finalisten zukommen. In der Quali zur EM 2016 in Frankreich hatte Deutschland in einer Sechsergruppe gespielt.