Griechenland: Fischer retten Waldbrandopfer

Bei den verheerenden Bränden in Griechenland sind über 80 Menschen ums Leben gekommen. Tausende Menschen suchten Zuflucht in den Uferbereichen.

Fischer und die Küstenwache holten mehr als 700 von ihnen von den Stränden. Die Fischer Mahmood Mesafer und Costas Arvanitis konnten in Mati 70 Menschen vor den Flammen retten:

"Die Bedingungen waren extrem schlecht. Der Wind war sehr stark. Als wir uns dem Strand näherten, war der Rauch so dick, dass wir nichts sehen konnten. Wir konnten nicht atmen. Die Temperatur war so heiß, dass ich dachte, es wäre ein Vulkanausbruch".

Rasend schnell erreichten die Flammen den Uferbereich. Unter den Opfern, die es nicht bis an den Strand schafften, sind ganze Familien. Die genaue Zahl der Vermissten ist noch unbekannt.

"Als wir die Menschen an Bord brachten, weinten sie, umarmten uns und bedankten sich. Sie wissen, wie sie sich fühlen. Sie haben den Tod gesehen und in einem Moment haben sich die Dinge für sie verändert".

Eine gerissene Stromleitung soll die verheerenden Waldbrände im Osten Athens verursacht haben. Große Bereiche des Ferienorte Rafina und Mati wurden völlig zerstört.

"Eine Frau war mit ihrem 5 oder 6 Monate alten Baby im Auto. Sie war in Panik. Das Baby war tot und sie hat es gestillt. Mit einem Freund haben wir sie mitgenommen und in einen Krankenwagen gebracht. Noch ist sie in kritischem Zustand im Krankenhaus. Ich bete, dass sie wieder in Ordnung kommt".

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat Angesichts der Katastrophe eine dreitägige Staatstrauer angeordnet.