Griechenland erhält letzte Kredittranche von 15 Milliarden Euro

EU-Flagge in Athen

Griechenland hat am Montag die letzte Kredittranche aus dem laufenden Hilfsprogramm erhalten. Athen habe am Montag die Summe von 15 Milliarden Euro überwiesen bekommen, teilte der Chef des Euro-Rettungsfonds ESM, Klaus Regling, mit. Die "harte Arbeit" der Griechen habe sich ausgezahlt. Das dritte griechische Hilfsprogramm des Euro-Rettungsfonds ESM endet am 20. August. Es hat ein Gesamtvolumen von 86 Milliarden Euro.

Von der letzten Kredittranche gehen nach Angaben Reglings 9,5 Milliarden Euro in den Aufbau eines Finanzpuffers von rund 24 Milliarden Euro. 5,5 Milliarden Euro sollen für die Schuldentilgung verwendet werden. Zu den jüngsten wichtigen Reformen Athens zählten unter anderem Änderungen in der Steuerpolitik und der Kampf gegen Steuerflucht, erklärte Regling.

Die Euro-Finanzminister hatten sich am 22. Juni auf die Bedingungen für das Ende des dritten Hilfsprogramms geeinigt. Zur Absicherung wurden Athen die Abschlusszahlung von 15 Milliarden Euro zugesagt sowie deutliche Schuldenerleichterungen. Allerdings bleibt das hoch verschuldete Land noch Jahre unter strikter Beobachtung. Trotz der massiven Hilfe bleibt Athens Gesamtverschuldung mit 178 Prozent der Wirtschaftsleistung immens.