Greta Thunberg nach Atlantiküberquerung in Lissabon angekommen

Thunberg an Bord des Katamarans "La Vagabonde"

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg ist nach einer rund dreiwöchigen Atlantiküberquerung auf einem Segelschiff in Lissabon angekommen. Die 16-Jährige erreichte am Dienstag die portugiesische Hauptstadt und besuchte am Mittag eine Begrüßungsfeier mit Bürgermeister Fernando Medina. Bei ihrer Ankunft in Lissabon wurde sie von dutzenden Anhängern empfangen, die teils mehrere Stunden auf Thunberg gewartet hatten.

Nach Angaben eines Sprechers war zunächst offen, wie lange Thunberg in Lissabon bleiben werde, bevor sie zur UN-Klimakonferenz nach Madrid weiterreist. Möglicherweise werde sie mit einem Nachtzug in die spanische Hauptstadt fahren. Dort wurde sie zu Klimaprotesten am Freitag erwartet.

Thunberg hatte am 13. November in Hampton im US-Bundesstaat Virginia mit dem 14 Meter langen Katamaran eines australischen Paars ihre Rückreise nach Europa angetreten. Die 16-Jährige weigert sich aus Gründen des Klimaschutzes, in ein Flugzeug zu steigen.

Deshalb hatte sie sich Ende August an Bord eines Segelbootes begeben, um vom südenglischen Plymouth nach New York zu segeln, wo sie im September am UN-Klimagipfel teilnahm. Anschließend reiste sie mit dem Zug und mit einem von Arnold Schwarzenegger geliehenen Elektroauto durch die USA und Kanada.

Das Ziel von Thunbergs langer Reise war ursprünglich die chilenische Hauptstadt Santiago, wo vom 2. bis 13. Dezember die nächste UN-Klimakonferenz stattfinden sollte. Nach der Absage Chiles wegen der dortigen sozialen Proteste wurde das Treffen nach Madrid verlegt.