"Grenzwertig!" Nagelsmann reagiert empört auf Chat-Leaks

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Julian Nagelsmann (li.) hat Partei für seinen Verteidiger Niklas Süle ergriffen.
Julian Nagelsmann (li.) hat Partei für seinen Verteidiger Niklas Süle ergriffen.

Der FC Bayern hat 3:1 (2:0) bei der SpVgg Greuther Fürth gewonnen - und dennoch schlug Trainer Julian Nagelsmann auf der anschließenden Pressekonferenz kritische Töne an.

Einerseits kritisierte er Benjamin Pavard für dessen Rote Karte (“Ärgert mich“), andererseits ging er durchaus selbstkritisch mit sich und seiner Gelben Karte um (“Artig bleiben ist mir nicht gelungen“). Doch so richtig ernst wurde der 34-Jährige bei den vom Spiegel geleakten vermeintlichen Chat-Nachrichten von Innenverteidiger Niklas Süle. 

„Ich finde es grenzwertig, wenn solche Chat-Verläufe an die Öffentlichkeit gegeben werden. Das hat auch mit Vertrauen zu tun“, echauffierte sich Nagelsmann.

„Ich habe es nicht mit Niki thematisiert, aber ich kenne ihn seit Jahren und weiß, dass er Qualität und Potenzial hat“, sagte der Coach des deutschen Rekordmeisters.

Nagelsmann über Süle: „Zuletzt keine leichte Zeit bei Bayern“

Am Freitag hatte der Spiegel über angebliche Chat-Nachrichten von Süle an einen Inhaber einer Sportagentur berichtet, die dem Bericht zufolge frühere Abwanderungsgedanken des deutschen Nationalspielers nahelegten.

Bayerns Sportvorstand Hasan Salihamidzic wollte diese Berichterstattung des Nachrichtenmagazins vor der Partie in Fürth im Gespräch bei DAZN nicht kommentieren: „Es ist wichtig, dass wir als FC Bayern an den Streitereien nicht teilnehmen.“

Trainer Nagelsmann ordnete die Lage von Süle nach Abpfiff ein: „Er ist einer, der im europäischen Top-Regal spielt. Heute gab es wieder Momente, in denen man das gesehen hat. Er weiß aber auch selbst, dass er noch Entwicklungsschritte gehen muss. Er hatte zuletzt keine leichte Zeit bei Bayern, aber ich bin absolut zufrieden mit ihm.“ 

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