Greensill-Bank-Bilanzprüfer will Testat zurückziehen: Kreise

Steven Arons und Nicholas Comfort
·Lesedauer: 1 Min.

(Bloomberg) -- Der Wirtschaftsprüfer der Greensill Bank AG will sein Testat für Jahresabschlüsse des Instituts zurückziehen. Hintergrund sind laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen die Betrugsvorwürfe gegen die Bank.

Die Stuttgarter Kanzlei Ebner Stolz hat die Behörden bereits informiert und wird die entsprechenden Schritte bald umsetzen, sagten die Personen. Noch ist unklar, wieviele Jahresabschlüsse betroffen sind.

Die Greensill Bank war im März von der Bafin geschlossen worden, nachdem die Muttergesellschaft und ihr Eigentümer Lex Greensill in Schieflage geraten waren. In Deutschland hat das den Einlagensicherungsfonds 3 Milliarden Euro gekostet und die Finanzen vieler Städte und Gemeinden belastet, die Geld bei der Bremer Bank geparkt hatten.

Greensill hatte die damals noch als Nordfinanz Bank firmierende Regionalbank 2014 gekauft. Ab 2018 begann die Bank, mit ungewöhnlich hohen Zinsen Spareinlagen einzuwerben und die Bilanzsumme gewaltig aufzublasen. Einen Großteil dieser Gelder verlieh die Bank an Unternehmen aus dem Umfeld des Industriellen Sanjeev Gupta.

Die Bafin hat deswegen Strafanzeige gestellt, wegen der die Staatsanwaltschaft in Bremen im März auch die Bank und Wohnungen von Managern durchsuchte. Dabei geht es insbesondere um die Buchungen mit Bezug zu Gupta.

Ebner Stolz, der Insolvenzverwalter der Greensill Bank und die Bafin wollten den Vorgang nicht kommentieren.

Überschrift des Artikels im Original:Greensill Bank’s Auditor Plans to De-Certify Lender’s Accounts

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