Greenpeace fordert Ende des Kohle-Stroms

Kein Thema beim Schlussspurt der Koalitonsverhandlungen sind Energie und Kohleausstieg. Hier hatten sich die Parteien am Wochenende auf eine gemeinsame Linie geeinigt. Deshalb demonstrierten am Sonntag Umweltschützer von Greenpeace vor der Parteizentrale der SPD. Sie forderten klarere Entscheidungen in Sachen Klimaschutz und ein Ende des Kohle-Stroms.

"Die Groko hat gestern entschieden, dass sie das Klimaziel für 2020 aufgeben will. Das wollen wir nicht hinnehmen", sagte Annike Peters von Greenpeace. Die Umweltschützer fordern, dass schon in diesem Jahr die ersten Kohlemeiler vom Netz gehen und das dies auch im Koalitionsvertrag so festgelegt wird. Nach Einschätzung von Greenpeace ist dies möglich, ohne dass es in Deutschland zu Energieproblemen kommt.

Zuletzt war bei Union und SPD die Rede davon, dass man die geplanten Klimaziele zumindest bis 2030 erreichen will, Wie das gelingen soll - etwa mit mehr Geld für erneuerbare Energien - dazu soll Arbeitsgruppe bis Ende dieses Jahres erste Vorschläge erarbeiten. Von der angekündigten Reduzierung der Klimagase bis zum Ende dieses Jahrzehnts hat Deutschland erst knapp drei Viertel tatsächlich erreicht.