Greenpeace: Empfindliche Ökosysteme in unerforschten Antarktisgewässern

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Javier Bardem mit Pinguin vor dem Berliner Ensemble

Mit dem spanischen Hollywoodstar Javier Bardem und einer riesigen Pinguinfigur hat die Umweltorganisation Greenpeace am Dienstag für einen besseren Schutz der Antarktis geworben. In bislang unerforschten Bereichen des Meeresbodens der Antarktis habe Greenpeace bei Tauchgängen empfindliche Ökosysteme mit zahlreichen Arten entdeckt, teilte die Organisation bei einer Pressekonferenz in Berlin mit, zu der Bardem mit einem Schlauchboot über die Spree angefahren kam.

Bardem hatte sich selbst an den Greenpeace-Tauchfahrten in der Antarktis beteiligt. "Es gibt am Meeresgrund so unglaublich viel Leben", erklärte er in Berlin. "Ich hätte das in diesen Gewässern nicht erwartet." Um seinen Beitrag für den Schutz dieser Artenvielfalt zu leisten, präsentierte sich der Oscar-Preisträger in Berlin medienwirksam in einem Schlauchboot und vor einer riesigen Pinguinfigur vor dem Berliner Ensemble.

Mit der Antarktisexpedition wies Greenpeace nach eigenen Angaben nach, dass es dort empfindliche Ökosysteme mit Tieren wie Schwämmen, Korallen und Seefedern gebe. Die Umweltschützer zeigten bei der Pressekonferenz im Berliner Ensemble Aufnahmen von den Tauchfahrten eines Forschungs-U-Boots in mehreren hundert Metern Tiefe.

"Diese Aufnahmen unterstreichen, wie wichtig Schutzgebiete in der Antarktis sind", hob Greenpeace-Meeresexpertin Sandra Schöttner hervor, die sich an den Tauchgängen beteiligt hatte. Dabei waren auch Proben gesammelt worden.

Die Bilder und die Analyseergebnisse der Proben sollen einen von der Bundesregierung initiierten EU-Antrag unterstützen, der im Weddellmeer in der Antarktis das weltgrößte Meeresschutzgebiet schaffen soll. Das Forschungsteam der Umweltorganisation untersuchte den Meeresboden dort sowie westlich der antarktischen Halbinsel. Mit seinen vielen wirbellosen Meerestieren stehe das Meeresgebiet in der Antarktis in puncto Artenreichtum kaum den tropischen Korallenriffen nach, hieß es von den Umweltschützern.