Graziano Rossi überzeugt: "Valentino kann noch drei bis vier Jahre fahren"

Gerald Dirnbeck

Valentino Rossi wird der MotoGP noch länger erhalten bleiben. Der neunmalige Motorrad-Weltmeister hat angekündigt, dass er immer noch motiviert ist und höchstwahrscheinlich auch 2021 noch dabei sein wird. Erste Gespräche zwischen Yamaha und dem Satellitenteam Petronas SRT haben bereits stattgefunden.

Graziano Rossi, der Vater von Valentino, ist sich ebenfalls sicher, dass die gelbe Nummer 46 noch länger auf den Rennstrecken dieser Welt Gas geben wird. "Ich denke, er kann noch drei bis vier Jahre fahren. Er hat noch kein Interesse, seine Karriere zu beenden. Wahrscheinlich auch nicht in einem Jahr. Dessen bin ich mir sicher", so Graziano Rossi bei 'Rai Sport'.

"Ich bin auch überzeugt, dass Valentino immer noch ein konkurrenzfähiger Fahrer ist. Er kann immer noch Rennen gewinnen, wenn die Umstände passen. In der derzeit schwierigen Situation zählt Erfahrung. Und das könnte für Valentino eine Chance sein", glaubt Graziano Rossi, der selbst Rennen in der 250er-Klasse gewonnen hat.

Razlan Razali bestätigt erste Gespräche mit Petronas

Der Wechsel von Rossi zu Petronas-Yamaha könnte im Sommer fixiert werden, eventuell schon vor den ersten Grands Prix, die für Ende Juli oder spätestens im August geplant sind. Die derzeit ruhige Phase während der Corona-Zwangspause will man nutzen, um alle Details zu klären. Ein Anfang ist bereits gemacht worden.

"Wir haben mit Yamaha gesprochen und kennen ihr Vorhaben", bestätigt Petronas-Teamchef Razlan Razali gegenüber 'Motorsport.com'. "Wir müssen uns jetzt mit allen Parteien verständigen und die Details besprechen. Das wurde noch nicht getan. Bisher haben wir die technischen Aspekte besprochen." Denn Yamaha hat Rossi zugesichert, dass er weiterhin Werksmaterial erhalten wird.

Ein wesentlicher Aspekt ist die kommerzielle Seite. "Wir dürfen nicht vergessen, dass Valentino zu unseren Sponsoren passen muss. Wir müssen abschätzen, was es uns bringen würde, wenn wir ihn für ein Jahr unter Vertrag nehmen. Es ist klar, dass die Aufmerksamkeit groß wäre. Momentan sieht alles gut aus, aber wir müssen noch die Details analysieren", so Razali.

Ein anderer Aspekt betrifft die restlichen Personalfragen, denn es geht nicht nur um den Fahrer alleine, sondern auch um seine Crew. Razali bestätigt, dass Fabio Quartararo Leute ins Yamaha-Werksteam mitnehmen kann. Darunter wäre auch sein Crew-Chief Diego Gubellini, aber es soll nicht die komplette Crew wechseln.

Auf der anderen Seite könnte Rossi auch nicht seine komplette Mannschaft zu Petronas mitnehmen. "Wir haben Yamaha klargemacht, dass wir unser eigenes technisches Team haben", betont Razali. "Wir wollen diese Struktur nicht komplett auflösen. Zwei oder drei von Rossis Mechanikern könnten sicher kommen, aber wir müssen mit ihm noch darüber sprechen."

Mit Bildmaterial von GP-Fever.de.