Grausamer Spendenbetrug: Eltern ließen Kind glauben, es hätte Krebs

Ein Dreivierteljahr lang musste ein Teenager mit der Diagnose Gehirntumor im Endstadium leben. (Symbolbild: ddp Images)

Um sich finanziell zu bereichern, redete ein US-amerikanisches Ehepaar seinem Sohn ein, dass er unheilbar krebskrank sei.

Ein grauenhafter Betrugsfall wurde kürzlich im US-amerikanischen Bundesstaat Florida bekannt. Robert Long und Ginny Irovando Long redeten ihrem 13-jährigen Sohn Dawson ein, dass er einen Hirntumor im Endstadium hätte, berichtet die „Washington Press“.

Acht Monate lang hätte der Junge geglaubt, dass er bald sterben würde, berichtete die Polizei in Fort Walton Beach, Florida. Ihren Freunden erklärten die Eltern, dass sie finanzielle Hilfe für ihren Sohn bräuchten. Zudem richteten sie eine „GoFundMe“-Seite ein, auf der sie „gesundheitliche Updates“ zu ihrem Jungen veröffentlichten. Über die Website sammelten sie Spenden für „medizinische Ausgaben und Begräbniskosten“. Rund 1.000 Dollar kamen so zusammen. Zusätzlich dazu fertigten sie für die Schule des Jungen auch Benefiz-T-Shirts an.

Ihrem Sohn sollen sie weisgemacht haben, dass er Weihnachten wohl nicht überleben würde. Am 28. Dezember verfasste die Mutter ein ausführliches Posting: „Wie die meisten von euch wissen, wurde uns gesagt, dass es ein Wunder wäre, wenn Dawson nach Weihnachten noch bei uns ist. Nun, es ist jetzt drei Tage nach Weihnachten und es geht ihm okay. Er hat gute und schlechte Tage, aber wir sind gesegnet und glücklich, dass er überhaupt so weit gekommen ist“, schrieb sie. „Es gibt nur eine Person, die weiß, wann Dawson gehen muss, und das ist GOTT.“


Einem Schulbediensteten fiel der Schwindel auf, er meldete die Eltern der Polizei. Der Okaloosa County Sheriff erklärte, die Longs seien am Donnerstag wegen Kindesmissbrauchs in einem Fall und Betrug in neun Fällen verhaftet worden.

Der Sprecher der Crowdfunding-Seite „GoFundMe“, Bobby Withorne, schrieb indes in einem Statement, dass die Seite von Ginny und Robert Long geschlossen wurde. Das Geld geht wieder an die Spender zurück.

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