Grausamer Mord von Jugendbande Mara Salvatrucha in den USA

In den USA sorgt ein besonders grausamer Mord, der der Jugendbande Mara Salvatrucha zugeschrieben wird, für Schlagzeilen: Dem Opfer wurden der Kopf abgetrennt und das Herz aus der Brust geschnitten, wie örtliche Medien berichteten

In den USA sorgt ein besonders grausamer Mord, der der Jugendbande Mara Salvatrucha zugeschrieben wird, für Schlagzeilen: Dem Opfer wurden der Kopf abgetrennt und das Herz aus der Brust geschnitten, wie örtliche Medien am Mittwoch (Ortszeit) berichteten. Die Leiche weise mehr als hundert Stichwunden auf, teilte die Polizei des Bezirks Montgomery mit. Sie wurde demnach in Wheaton, einem Vorort der US-Hauptstadt Washington im Bundesstaat Maryland, entdeckt.

Die in einem Park in Wheaton verscharrte Leiche wurde bereits Anfang September gefunden. Bei dem Opfer handelt es sich um einen Mann, der nach Angaben der Behörden noch nicht identifiziert wurde.

Bislang wurde ein 19-Jähriger wegen der Tat festgenommen. Aus der Anklageschrift gehe hervor, dass bis zu zehn Menschen an dem Mord beteiligt gewesen seien, berichteten der Sender WBALTV11 und Montgomery Community Media unter Berufung auf die Anklageschrift. Die Tat sei offenbar seit Wochen vorbereitet worden.

Die berüchtigte Bande Mara Salvatrucha, auch bekannt als MS-13, war in den achtziger Jahren in Los Angeles von jungen Einwanderern aus dem zentralamerikanischen Land El Salvador gegründet worden. Sie soll in den USA etwa 10.000 Mitglieder haben - außer Einwanderern aus Lateinamerika auch viele US-Bürger.

Zahlreiche Mitglieder der Gang wurden über die Jahre aus den USA abgeschoben, in der Folge breitete sich die Bande auch in Zentralamerika aus. Sie ist unter anderem auf Drogenhandel, Erpressungen und Entführungen spezialisiert.

US-Präsident Donald Trump hat der Bande den Kampf angesagt. Im Juli sagte er in einer Rede, dass seine Regierung dabei sei, die US-Städte mit Razzien von "blutdürstigen kriminellen Gangs" zu "befreien". Er fügte hinzu, dass dies nicht auf "die politisch korrekte Art" getan werde.

Vergangene Woche teilten die Behörden mit, dass sie im Zuge einer einmonatigen landesweiten Kampagne gegen MS-13 insgesamt 214 Bandenmitglieder festgenommen hätten. Gut die Hälfte der Festnahmen gründete sich auf Verstöße gegen Einwanderungsgesetze. Gegen 93 Bandenmitglieder seien jedoch Verfahren wegen Mordes, Raubs, Drogenhandels und anderer Vergehen eingeleitet worden, hieß es weiter.