Grünen-Klimaexperte optimistisch für Kohleausstieg 2030

·Lesedauer: 1 Min.
Kohlekraftwerk von RWE in Weisweiler (AFP/INA FASSBENDER)

Grünen-Klimaexperte Oliver Krischer hat das Ziel eines Kohleausstiegs in Deutschland bis 2030 bekräftigt. Die nationalen deutschen Klimaschutzziele seien "ohne Kohleausstieg 2030 nicht zu erreichen", sagte er am Freitag im ARD-"Morgenmagazin". Dies gelte nicht zuletzt deshalb, weil es in anderen Bereichen wie dem Gebäudesektor und dem Verkehr mit Blick auf Klimaziele "auch nicht gut" laufe. Der Kohleausstieg 2030 sei erforderlich.

Der Ausstieg aus der Verbrennung von Kohle zur Energieerzeugung möglichst vor dem von der alten schwarz-roten Bundesregierung gesetzten Zieljahr 2038 ist einer der zentralen Punkte bei den Verhandlungen über eine Ampelkoalition im Bund, die derzeit zwischen SPD, Grünen und FDP laufen. "Wir reden jetzt darüber, wie wir das organisieren", sagte Krischer. Für einen Ausstieg bis 2030 sei "natürlich eine Reihe von Bedingungen zu erfüllen".

Die Aufgabe werde die neue Regierung seiner Auffassung nach aber lösen können, ergänzte der Grünen-Fachmann, der für seine Partei die Verhandlungen in der Arbeitsgruppe Klima leitet. Mit Blick auf die Sozialverträglichkeit des Kohleausstiegs verwies er auf einen bereits beschlossenen 40-Milliarden-Euro-Strukturfonds für die Kohleregionen. Der Kohleausstieg erfordere auch den Ausbau erneuerbarer Energien. Das sei die "andere Seite der Medaille".

bro/jp

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.