Grünen-Geschäftsführer Kellner stolz auf Ampel-Vertraulichkeit

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Nach dem Start der Koalitionsverhandlungen von SPD, Grünen und FDP hat sich Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner zufrieden über die vertrauliche Verhandlungsatmosphäre gezeigt. "Ich bin ehrlich gesagt ein bisschen stolz drauf, dass wir in dieser geschwätzigen Stadt es geschafft haben, mal eine Woche lang vertraulich zu sondieren und dann ein Papier vorzulegen", sagte Kellner am Freitag bei einer Kundgebung der IG Metall in Berlin.

Nach dem Ende der Sondierungen einer möglichen Ampelkoalition hatten die drei Parteien ihren groben Kurs in einem Sondierungspapier skizziert und vertiefte Koalitionsverhandlungen begonnen. Auch die rund 300 Mitglieder der dafür tagenden Arbeitsgruppen wurden zur Vertraulichkeit angehalten. Kellner sagte: "Es gehört auch zur Politik, dass es auch geschützte Räume gibt, dass man auch vertraulich reden kann, Ideen wägen kann und nicht alles sofort über Ticker oder über Facebook, Instagram austrägt."

Kellner zeigte sich zuversichtlich, dass eine Ampelkoalition öffentliche Milliardeninvestitionen in großem Stil auf den Weg bringt. "Alle drei Parteien haben sich darauf verständigt, diese notwendigen Investitionen auch zu gewährleisten", sagte er mit Blick insbesondere auf die FDP, der solide Finanzen besonders wichtig sind. "Da wird man viele Wege finden müssen", sagte Kellner. Man werde die Möglichkeiten der Schuldenbremse ausreizen und über Investitionsgesellschaften reden müssen. Mit den geplanten Investitionen, "da schaffen wir doch keine Schulden, damit schaffen wir den Wohlstand und die Arbeitsplätze von morgen - deswegen muss es geschehen", sagte Kellner.

"Wir brauchen Investitionen in die Schiene, wir brauche Investitionen in moderne Industrie, wir brauchen Investitionen in die Bestandserhaltung von Straßen und Brücken", sagte Kellner. "Das ist für uns entscheidend, weil sonst können wir unsere Politik nicht durchsetzen."

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.