Grüne und SPD begrüßen steuerliche Förderung von E-Autos als Dienstwagen

Ein E-Auto wird geladen

SPD und Grüne haben den Plan des Finanzministeriums begrüßt, Elektroautos als Dienstwagen steuerlich zu fördern. "Wir brauchen einen weiteren kräftigen Schub bei der Elektromobilität", erklärte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Sören Bartol, am Freitag. Elektrische Dienstwagen von heute seien die Gebrauchtwagen von morgen. "Daher ist es richtig, für den Kauf eines E-Dienstwagen steuerliche Anreize zu setzen."

"Spiegel Online" hatte am Donnerstagabend berichtet, dass die Bundesregierung plant, die Besteuerung für E-Autos zu halbieren. Bislang ist es so, dass Mitarbeiter mit Dienstwagen ein Prozent des Listenpreises monatlich als Gehaltszuschlag versteuern müssen. Am Mittwoch soll das Kabinett dem Bericht zufolge nun eine Verringerung des Zuschlags auf ein halbes Prozent beschließen. Unklar ist demnach, wie lange die Sonderbehandlung gelten soll.

Den Grünen geht das aber nicht weit genug. "Wenn es die Bundesregierung wirklich ernst meint mit den Klimaschutzzielen, dann muss sie die steuerlichen Vergünstigungen auf Dienstfahrräder und Dienst-E-Bikes ausdehnen", erklärte der Finanzpolitiker Stefan Schmidt. "Denn die Umweltbilanz von Fahrrädern, ob mit oder ohne Elektroantrieb, ist schlicht noch immer besser als bei Elektroautos." So sei der Plan wieder eine "Subventionierung der Autoindustrie".

Bislang fördert die Bundesregierung den Kauf von Elektroautos mit bis zu 2000 Euro. Der Hersteller des Autos muss dafür mindestens den gleichen Betrag als Preisnachlass gewähren. Insgesamt stehen dafür 1,2 Milliarden Euro zur Verfügung - von denen zwei Drittel ein Jahr vor Auslaufen des Programms noch nicht abgeschöpft sind.