Grüne fordern von Air Berlin Respekt der Kundenrechte

Die Grünen haben die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin dazu gedrängt, die Rechte der von Flugstreichungen betroffenen Kunden zu respektieren. Wenn ein Unternehmen "Steuergelder zur Überbrückung" erhalte, erwarte sie auch, dass das an Bedingungen im Umgang mit den Kunden geknüpft sei, sagte die Grünen-Verbraucherpolitikerin Renate Künast am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Dazu gehöre auch, Kunden Rückflüge oder preiswerte Alternativen anzubieten.

Ihr sei ein Fall bekannt, in dem ein Kunde ohne Rückflug in den USA festsitze, fuhr Künast fort. Der Flug sei gestrichen worden, ein Ersatzflug sei ihm nicht angeboten worden. Nun sei nicht nur das Geld für den alten Flug weg, sondern er müsse sich eine teure neue Verbindung buchen. Air Berlin könne nicht "Steuergelder nutzen und dann ihre Kunden im Ausland stranden lassen", kritisierte Künast.

Air Berlin hatte Mitte August Insolvenz angemeldet, einen Monat lang konnten Interessenten danach ein Kaufangebot abgeben. Der Bund stützte die Airline mit einem Millionenkredit. Derzeit wird mit der Lufthansa und mit Easyjet über eine Übernahme von Teilen von Air Berlin verhandelt.