Grüne beraten nach Jamaika-Aus auf Parteitag über ihre künftige Rolle

Die Grünen beraten am Samstag auf einem Parteitag in Berlin über ihre politische Zukunft nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen. Die Partei ist grundsätzlich bereit zu weiteren Gesprächen über eine Regierungsbildung

Die Grünen sind am Samstag in Berlin zu einem Parteitag zusammengekommen, um über ihre künftige Rolle nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen zu beraten. Die Partei ist zwar bereit zu weiteren Gesprächen über eine künftige Regierungsbildung, doch ist vollkommen offen, wie diese aussehen könnte. Derzeit gibt es in der SPD Überlegungen, entgegen der ursprünglichen Festlegung doch wieder eine große Koalition einzugehen.

In dem Leitantrag, über den die 850 Delegierten in Berlin abstimmen sollen, heißt es: "Wir Grüne sind und bleiben gesprächsbereit." Debatten dürfte es unter den Delegierten darüber geben, inwieweit sich die Grünen auf eine Minderheitsregierung einlassen sollen, falls dies noch einmal ein Thema werden sollte. Dazu liegen mehrere Anträge vor, über die am Nachmittag abgestimmt werden soll.

Der Parteitag war ursprünglich angesetzt worden, um nach den Sondierungen über eine Jamaika-Koalition über die Aufnahme formeller Koalitionsverhandlungen entscheiden zu können. Nach dem Abbruch der Gespräche über ein Jamaika-Bündnis durch die FDP hat sich dies nun erübrigt.