Gründerzentrum: Potsdam lockt Berliner IT-Gründer

Das ehemalige RAW-Gelände in Potsdam soll zu einem Treffpunkt für IT-Gründer werden und Start-ups in die Brandenburger Landeshauptstadt locken

Potsdam/Berlin.  Wer mit der Bahn aus Berlin nach Potsdam fährt, wird kurz vor dem Hauptbahnhof von einem hässlichen Gebäude begrüßt. Seit Jahren steht das ehemalige RAW-Gelände der Reichsbahn leer und verfällt. Die Fenster sind eingeschlagen, Büsche und Bäume wuchern, die denkmalgeschützte Fassade aus rotem Backstein ist mit großflächigen Graffiti beschmiert. Mehrere Brände haben dem Gebäude zusätzlich zugesetzt. Alle Versuche, das historisch bedeutsame, insgesamt 1,1 Hektar große Gelände zu restaurieren, zu renovieren und einer neuen Nutzung zuzuführen, scheiterten bislang.

Das soll sich jetzt ändern. Mal wieder. Potsdam will junge IT-Unternehmer aus Berlin in die Stadt locken. "Berlin ist der Hotspot für IT-Gründer", sagt Potsdams Leiter der Wirtschaftsförderung, Stefan Frerichs. "Das wollen wir nutzen." Der morbide Charme des ehemaligen Ausbesserungswerks der Bahn soll zu einem Anlaufpunkt für hippe Jungunternehmer werden. "Ziel ist es, einen Innovationshotspot zu errichten", sagt Frerichs. Es soll ein Gründerzentrum für IT-Unternehmer mit Büros, Lounges, Beratungs- und Fördereinrichtungen entstehen. "Die Lage direkt am Hauptbahnhof ist dafür ideal", sagt Frerichs. "Von Berlin-Mitte aus dauert es nach Potsdam auch nicht länger als nach Treptow-Köpenick." Dazu passt, dass in Berlin Gewerbeflächen knapp sind. Wegen des großen Bedarfs sollen vor allem neue Wohnungen auf den Brachflächen der Stadt entstehen.

Erster Interessent war abgesprungen

Ein erster Interessent für die Idee des Innovationsz...

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