Eine größer werdende Macht in der deutschen Wirtschaft bereitet Experten Sorgen

Christoph Damm
Blackstone Büro in Manhattan

In Zeiten, in denen man für sein Geld auf der Bank kaum bis keine Zinsen mehr erhält, muss man umdenken und Alternativen suchen. Der Aktienmarkt bietet eine Möglichkeit — auch über Produkte wie Fonds oder ETFs. Aber auch institutionelle Anleger, wie beispielsweise Versicherungen wollen Rendite erzielen und geben ihr Geld dafür sogenannten Private Equity Unternehmen, also Beteiligungsunternehmen.

Nach aktuellen Studien verfügen diese Konzerne über eine prall gefüllte Kasse: Laut Analysehaus Preqin sind es 613 Milliarden Dollar, die nur darauf warten, in Unternehmen gesteckt zu werden. Denn das ist das Geschäftsmodell: sich an Unternehmen beteiligen, sie auf Erfolg trimmen und die Beteiligung dann wieder abstoßen. Doch der Boom der Branche wird auch zur Gefahr.

Ein Tanz auf dem Vulkan

„Das ist natürlich ein Tanz auf dem Vulkan“, sagt Robert Halver, Leiter der Kapitalmarktanalyse, im Gespräch mit Business Insider Deutschland. Denn: Es ist schließlich bekannt, dass die Firmen auf viel Geld sitzen, wodurch auch die Preise höher werden, teilweise zu hoch steigen. Dadurch entwickelt sich eine neue Blase. „Aber wo das Ende dieser Entwicklung ist, weiß eben niemand. Ob wir eine Übertreibung erleben oder nicht liegt immer im Auge des Betrachters“, so der Experte.

Besonders Deutschland zieht in Europa Private-Equity-Firmen an. Das hat eine Studie der Unternehmensberatung PwC ergeben. Grund dafür sei das Brexit-Votum. „Denn selbst jene Beteiligungsgesellschaften, die sich bislang vor allem auf UK konzentrierten, sehen sich nun vermehrt in Kontinentaleuropa nach Anlagezielen um. Und da ist Deutschland aufgrund seines starken Mittelstands und des ‘Safe Haven’-Arguments besonders attraktiv“, wird Steve Robert, Partner und Leiter des Bereichs Private Equity bei PwC, in der Studie zitiert.

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