Gräuelbilder von getöteter Kämpferin empören Kurden in Nordsyrien

YPG-Kämpferion Kobani vor ihrem Tod

Gräuelbilder vom Leichnam einer getöteten Kurdenkämpferin haben in Nordsyrien für Empörung gesorgt. Kurdenvertreter warfen gegnerischen Rebellen und deren türkischen Verbündeten vor, die Leiche der getöteten Kämpferin verstümmelt und in entwürdigender Weise gefilmt zu haben. In einer Erklärung machten die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) "terroristische Verbündete des Feindeslands Türkei" für die Gräueltat verantwortlich.

Die Videoaufnahmen dokumentieren die Brutalität der Auseinandersetzung im nordsyrischen Afrin, wo türkische Soldaten mit einheimischen Verbündeten gegen die Kurdenmiliz vorgehen. Sie zeigen den schwer verstümmelt auf dem Boden liegenden Leichnam einer kurdischen Kämpferin, um sie herum stehen mehrere Männer.

Kurdenvertreter identifizierten die Frau als Barin Kobani, die in einer rein weiblichen Kurdeneinheit kämpfte. In sozialen Netzwerken der Region kursierten nebeneinandergestellte Fotos der Kämpferin vor und nach ihrem Tod.

Ein Sprecher der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), die vorwiegend aus YPG-Kämpfern bestehen, nahm das Video zum Anlass, zur Mobilisierung gegen die türkischen Soldaten in Syrien aufzurufen. "Man muss sich nur vorstellen, wie barbarisch diese Invasoren mit den Leichen unserer Töchter vorgehen. Wie würden sie sich verhalten, wenn sie erst die Kontrolle über unsere Siedlungen bekämen?", schrieb SFD-Sprecher Mustefa Bali auf Facebook. Es gebe "nur eine Option: den Widerstand fortzusetzen".