Gouverneur von Ohio verlangt Vertagung von Präsidentschaftsvorwahl

Anhängerin von Bernie Sanders in Ohio

Der Gouverneur des US-Bundesstaates Ohio hat wegen der Coronaviruskrise eine Vertagung der am Dienstag geplanten Präsidentschaftsvorwahlen gefordert. Gouverneur Mike DeWine kündigte am Montag eine Klage an, um diese Forderung durchzusetzen. Der Republikaner erklärte, die Vorwahl müsse auf den 2. Juni verschoben werden. Man könne nicht die Menschen aufrufen, wegen der Pandemie zu Hause zu bleiben, und gleichzeitig, zur Wahl zur gehen.

Die oppositionellen Demokraten wollen am Dienstag in den Bundesstaaten Arizona, Florida, Illinois und Ohio Vorwahlen abhalten. Die Republikaner von US-Präsident Donald Trump wollen in drei der vier Staaten Vorwahlen abhalten, nicht in Arizona.

Trump sagte am Montag bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus, er halte eine Verschiebung von Vorwahlen für "unnötig" und für "keine sehr gute Sache". Wahlen seien das "Herz" im politischen Prozess. Die Wahlen könnten sicher abgehalten werden, etwa, indem Wähler auf Abstand zueinander gehalten würden, sagte der Präsident.

In zwei Fällen wurden Vorwahlen bereits verschoben: Der für den 4. April geplante Urnengang in Louisiana wurde auf den 20. Juni vertagt. In Georgia soll die Vorwahl am 19. Mai stattfinden und nicht wie ursprünglich geplant am 24. März.

Die US-Behörden haben sich gegen Menschenansammlungen von mehr als 50 Teilnehmern ausgesprochen. Trump rief die Bevölkerung am Montag auf, Gruppen von mehr als zehn Menschen zu vermeiden. In den USA sind die Infektions- und Totenzahlen zuletzt rasch angestiegen. Inzwischen wurden mehr als 4200 Infektionen und mindestens 74 Tote gemeldet.

Im Präsidentschaftsrennen der Demokraten ist der frühere Vizepräsident Joe Biden inzwischen klarer Favorit gegen den linksgerichteten Senator Bernie Sanders. Umfragen sehen den 77-jährigen Mitte-Politiker auch bei den Vorwahlen vom Dienstag klar vor seinem 78-jährigen Konkurrenten.